Sparkasse Fulda: Wertpapiergeschäft mit hoher Dynamik

Geldinstitut legt erste Zahlen zum Geschäftsjahr 2019 vor

Sind mit dem Sparkassen-Geschäftsjahr 2019 zufrieden: Vorstandsvorsitzender Uwe Marohn (links) und Vorstandsmitglied Horst Habermehl. Foto: privat

Aus dem Rechnungswesen der Sparkasse Fulda kommen die ersten Zahlen zum Geschäftsjahr 2019. „Die Rahmenbedingungen sind sehr herausfordernd. Aber es gelingt uns weiterhin, die Sparkasse auf stabilem Kurs zu halten“, fasst Uwe Marohn als neuer Vorstandsvorsitzender die bereits vorliegenden Informationen zusammen. Wie schon in den Vorjahren beeinflusste vor allem das anhaltende Niedrigzinsniveau den Geschäftsverlauf.

Insgesamt bildeten die Kundinnen und Kunden auf Konten und Depots bei der Sparkasse annähernd 175 Millionen neues Geldvermögen, das war mit fast sechs Prozent der stärkste Zuwachs seit Jahren. Vor allem das Wertpapiergeschäft entwickelte sich dynamisch. Mehr und mehr Kundinnen und Kunden wollen die Chance auf höhere Kapitalerträge wahrnehmen und legen Ersparnisse in Investmentfonds, Aktien oder festverzinsliche Anleihen an. Per saldo stockten sie ihre Depots im Jahr 2019 um 65 Millionen Euro auf. Gleichzeitig profitierten sie von der sehr positiven Kursentwicklung an den Börsen. Zum Jahresende lagen Wertpapiere im Wert von fast 840 Millionen Euro in den Kundendepots, etwa 130 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor.

Die Finanzierung des Wohnungsbaus in Osthessen blieb zwar hinter dem Höchststand des Jahres 2018 zurück, sie gehörte aber weiterhin zu den besonders gefragten Geschäftsfeldern der Sparkasse. Privaten Kunden und Wohnungsbauunternehmen sagte die Sparkasse Darlehen in Höhe von 156 Millionen Euro zu. „Unsere Region hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt, ist aber von Preisübertreibungen verschont geblieben. Sie ist daher für heimische wie auch überregionale Immobilienkäufer weiterhin interessant“, konstatiert Vorstandsvorsitzender Uwe Marohn.
Erneut zurückhaltender agierten die Unternehmen anderer Branchen. Darlehen in Höhe von knapp 190 Millionen Euro vergab die Sparkasse an gewerbliche Kunden. Die schwächelnde Konjunktur, die immer noch nicht beigelegten Handelsstreitigkeiten, die Diskussionen um die Zukunft der deutschen Automobilindustrie und das Hin und Her um das Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union haben nach Einschätzung der Sparkasse auch in den Investitionsplanungen heimischer Entscheidungsträger Spuren hinterlassen.

Gut gerüstet sieht sich die Sparkasse für den anhaltenden strukturellen Wandel der Kreditwirtschaft. Vorstandsmitglied Horst Habermehl: „Die gute Eigenkapitaldecke ermöglicht es uns, die notwendigen und von den Kunden erwarteten Investitionen trotz zurückgehender Zinsüberschüsse weiterhin vorzunehmen.“ Nicht nur die fortlaufende Erneuerung des Filialnetzes, sondern auch der Ausbau des Internet und Mobile Bankings beanspruche beträchtliche finanzielle und personelle Ressourcen. „Unsere Devise heißt: lokal und digital“, so Habermehl. Aktuelle Beispiele dafür seien zum einen die bald abgeschlossenen Umbauarbeiten in der Hauptstelle am Fuldaer Buttermarkt und der Umzug der Filiale Eichenzell in neue Geschäftsräume am nördlichen Ortsrand, zum anderen neue Angebote und Dienstleistungen wie der elektronische Safe für wichtige persönliche Unterlagen oder Apple Pay mit der Sparkassen-Kreditkarte.

Die Sparkasse beschäftigte im letzten Jahr durchschnittlich 657 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 26 Auszubildende. Auf hohem Niveau bewegte sich wiederum das gemeinnützige Engagement. Die Sparkasse und ihre beiden Stiftungen unterstützten Institutionen, Vereine und Projekte in Stadt und Landkreis Fulda mit etwa 600.000 Euro. Hierzu Vorstandsvorsitzender Uwe Marohn: „Die Menschen schätzen die Lebensqualität unserer Region. Die vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen leisten dazu einen tollen Beitrag. Das unterstützen wir gerne.“ +++ pm

 
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