Fulda. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (AsF) engagieren sich im Politischen Salon. Den Startschuss dafür legte die Arbeitsgemeinschaft bereits Ende April diesen Jahres. Im zweiten Politischen Salon, einer Veranstaltung des Unterbezirkes der SPD Fulda in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen – kurz: AsF -, hatten sich die Frauen nun intensiv mit dem demographischen Wandel und dem Leben im Alter beschäftigt.
Die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen Monika Oertel machte in ihrer Begrüßung deutlich, wie wichtig es ist, dass sich hier alle Frauen einbringen können. In einem offen gestalteten Prozess, in gemütlicher Atmosphäre, stößt jede Teilnehmerin auf Akzeptanz und kann ihre Vorstellungen frei äußern. Die ehemalige Abgeordnete des Hessischen Landtags und Bürgermeisterin der Gemeinde Großenlüder a.D. Silvia Hillenbrand hatte in einem fundierten historischen Vortrag zur Geschichte und Tradition der Salonkultur referiert.
Die Politischen Salons haben ihren Ursprung in der Antike und waren dem männlichen Geschlecht vorbehalten. Erst das ritterliche Mittelalter räumte den Frauen eine kulturelle Rolle im gesellschaftlichen Leben ein. Später wurden die Salons politischer; Insbesondere zu Zeiten der französischen Revolution. Ende des 19. Jahrhunderts lösten sich diese auf. Mit ihrem Vortrag begeisterte die Referentin die Zuhörer. So fanden die umfangreiche geschichtliche Darstellung viele spannend und flüssig. Aufgelockert wurde der Vortrag mit Lesungen und Zitaten, sodass alle bis zum Ende aufmerksam folgten. Nach einer kurzen Pause, in der sich Monika Oertel sowie die Teilnehmerinnen, bei der Referentin bedankten, widmeten sich alle Frauen dem aktiven Teil der Veranstaltung. In offenen Tischgesprächen fand ein reger Austausch statt. Dabei legten die Frauen selbst die Themen fest, die sie als wichtig erachten und über die sie sich in den kommenden Veranstaltungen austauschen möchten. Es war eine gelungene Veranstaltung. In diesem Sinne hatten alle Teilnehmerinnen das Vorgehen willkommen geheißen und freuen sich bereits auf die nächsten Veranstaltungen.
Im zweiten Politischen Salon ging es um das Thema „Wie erfolgt das generationenübergreifende Zusammenleben in der Zukunft“. Einmal mehr in lockerer Atmosphäre erarbeiteten die Frauen vieke Ergebnisse zur Thematik. An mehreren Tischen wurde intensiv gearbeitet. Dabei wurden die Themen von der Nachbarschaftshilfe, über die notwendige Mobilität bis hin zu Mehrgenerationenhäuser auf Tischzeitungen, dokumentiert. In der Abschlusspräsentation wurde das Wesentliche noch einmal dargestellt. Jede und Jeder ist für sich und seine Mitmenschen verantwortlich. Der demografische Wandel erfordert mehr Solidarität und Gerechtigkeit, denn anders, wird man die Aufgaben nicht lösen können. Akzeptanz und Respekt gegenüber jeder und jedem Einzelnen sind hierfür erforderlich. Mehr Kommunikation fördert das Miteinander in der Nachbarschaft. Dafür müssen Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden und schlussendlich muss sich jeder die Frage stellen: Was kann ich selbst für ein besseres Leben im Alter tun, damit es auch lebenswert bleibt? Im November diesen Jahres wird in Fulda ein weiterer Politischer Salon stattfinden, zu diesem wieder jede politisch interessierte Frau eingeladen ist. +++

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