Sieger des 14. Schaugartenwettbewerbs des Fürstlichen Gartenfestes Schloss Fasanerie

„Garten in Balance“

Dr. Markus Miller, Jannis Schiefer, Tobias Grünewald, Anja Heil, Dr. Folko Kullmann, Charlotte Huber, Ralf Habermann, Laura Kemptner, Sven Schneider, Marie-Louise Juckeland, Floria Landgräfin von Hessen, Lucy Balzer. Foto: Hessische Hausstiftung

„Garten in Balance“ – so lautet der Titel des Gewinnergartens im 14. Schaugartenwettbewerb des Fürstlichen Gartenfestes. Entworfen wurde der Schaugarten von den beiden Studentinnen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Charlotte Huber und Laura Kemptner. Bei der heutigen Preisverleihung wurden zudem zwei Sonderpreise, gestiftet von der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur sowie vom Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, vergeben. Alle Wettbewerbseinreichungen setzten sich – passend zum Gartenfest-Sonderthema auf Schloss Fasanerie „Fit aus dem Garten“ – mit den Themen „Bewegung“ und „Garten“ auseinander und kreierten so Fitnessgärten für die Veranstaltung im Mai. Insgesamt durfte die Fachjury in diesem Jahr 13 Entwürfe von Hochschulen aus dem gesamten Bundesgebiet bewerten.

Auf einen „Garten in Balance“ dürfen sich die Besucherinnen und Besucher der kommenden Ausgabe des Fürstlichen Gartenfestes auf Schloss Fasanerie in Eichenzell bei Fulda freuen. Denn der Siegerentwurf des Schaugartenwettbewerbs wird vom 26. bis 29. Mai 2022 im Hofgarten des Barockschlosses zu sehen sein. Der Garten, der von Charlotte Huber und Laura Kemptner von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf entworfen wurde, beschäftigt sich mit dem Gleichgewichtssinn. Ein gutes Gleichgewicht spielt sowohl im Alltag als Verletzungs- und Sturzprophylaxe als auch bei der Gartenarbeit und bei vielen Sportarten eine wichtige Rolle. Ihr „Garten in Balance“ bietet den Gartenfest-Besucherinnen und -Besuchern die Möglichkeit, an verschiedenen Elementen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden die persönliche Gleichgewichtsfähigkeit zu testen und zu trainieren. Dafür bietet die Pflanzung der passenden Rahmen, denn sie schafft aufgrund ihrer Farbbalance und Leichtigkeit die Illusion, dass die Balancierenden durch den Garten schweben. Die Gewinnerinnen dürfen sich nicht nur darüber freuen, dass ihr Entwurf als imposanter Schaugarten im Hofgarten des Barockschlosses zu sehen und erleben sein wird, sie erhielten zudem ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.

Der Sonderpreis der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur geht in diesem Jahr an Tobias Grünewald und Jannis Schiefer, Absolventen der TU Berlin bzw. der Universität Kassel, für ihren Entwurf „Feldversuch – Garten in Bewegung“. Er vereint die Themen „Geist“, „Bewegung“ und „Ernährung“ und legt damit dem Begriff „Fitness“ ein ganzheitliches Verständnis zugrunde. Bei der Pflanzenauswahl steht die Ernährung im Vordergrund. Alle im Entwurf eingeplanten Pflanzen haben essbare Bestandteile. So liefert der Garten Wissen über Pflanzenverwendung in der Küche und gleichzeitig über körperschonende und fitnessfördernde Arbeitsweisen. Gegliedert ist der Garten in die Bereiche „Feld“ mit Ackerfrüchten aus der heimischen Landwirtschaft, „Beet“, auf dem ungewöhnliche Obst- und Gemüsepflanzen kombiniert werden, und „Gehölz“, bei dem ein breitkroniger Apfelbaum das Zentrum des Entwurfs bildet. Der Sonderpreis, den die beiden Absolventen erhalten haben, ist mit 500 Euro dotiert.

Der zweite Sonderpreis wurde durch den Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (bdla) verliehen – und zwar an Marie-Louise Juckeland, Lucy Balzer und Ronny Keil von der FH Erfurt. Für ihren Entwurf „Des Gärtners Fitness“ erhalten sie ebenfalls 500 Euro. Im Fitnessgarten der drei Preisträger können bestimmte gärtnerische Bewegungsabläufe in abstrahierter Form ausprobiert werden: Dazu nutzen die Studierenden in ihrem Entwurf Balancierbretter, eine Wippe, verschiedene Hindernisse, Sprungsteine sowie Slalomelemente. Der Aspekt der Entspannung, den man beim Gärtnern erfährt, wird u. a. mithilfe eines Barfußpfads abgebildet. Pflanzlich umschlossen ist der Garten von einem Band aus Silber-Hornkraut, Woll-Ziest, Kaukasus-Vergissmeinnicht sowie kugeligem, lilafarbenen Zierlauch. Highlight des Entwurfs sind sicherlich die beiden überdimensionalen Gärtnerfiguren, die mitten im Garten platziert sind.

Der Schaugartenwettbewerb, der seit 15 Jahren im Rahmen des Fürstlichen Gartenfestes ausgelobt wird, findet in Kooperation mit der Fachzeitschrift „Gartenpraxis“, den Fachverbänden bdla (Bund Deutscher Landschaftsarchitekten) und DGGL (Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur e. V.) sowie der Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur statt. Er richtet sich ausschließlich an Studierende der Landschaftsarchitektur und -planung sowie an junge Planungsbüros und Landschaftsarchitekten und -architektinnen, deren Hochschulabschluss nicht älter als drei Jahre ist.

Eintrittskarten zu allen Fürstlichen Gartenfesten 2022 sind bereits erhältlich. Eine Tageskarte für die Veranstaltung auf Schloss Fasanerie im Mai kostet 17,00 Euro (ermäßigt: 15,00 Euro), die Dauerkarte 36,00 Euro. Tickets sind unter anderem in den regionalen Vorverkaufsstellen erhältlich – in Schloss Fasanerie sowie im Online-Verkauf unter www.gartenfest.de/tickets. Online gilt bis zum 26. April 2022 eine Ermäßigung pro Tageskarte von 1,50 Euro. +++

Hinweis: Dies ist eine kostenfreie Veröffentlichung einer Pressemitteilung.

Die Jurymitglieder des 14. Schaugartenwettbewerbs

– Prof. Frank Blecken, Herbert-Heise-Stiftung für Gartenkunst und Landschaftskultur

– Ralf Habermann, bdla

– Anja Heil, Unternehmensgruppe Prinz von Hessen

– Martina Heims, Freigestaltung per se

– Floria Landgräfin von Hessen, Unternehmensgruppe Prinz von Hessen

– Petra Hirsch, DGGL

– Volker Kimpel, KIMPEL-GÄRTEN

– Dr. Folko Kullmann, Gartenpraxis

– Dr. Markus Miller, Schloss Fasanerie

– Sven Schäfer, atelier RAUMgewinn

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Letzte Aktualisierung: 28.09.2022, 05:22 Uhr
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