30 Spiele hat die SG Barockstadt absolviert in dieser Saison, vier Spiele folgen noch. Das vorletzte Auswärtsspiel der Runde führt sie an einen Traditionsort deutschen Fußballs: ins Waldstadion des FC Homburg. Anstoß dieses interessanten Duells der Regionalliga Südwest – der Achte aus Fulda tritt beim Vierten an -, ist wie eigentlich immer um 14 Uhr.
Ehe Daniyel Cimen auf den Kontrahenten und die Aussicht der SGB auf den Vergleich am Samstag zu sprechen kommt, blickt Fuldas Trainer kurz zurück. Zudem ist es ihm wichtig, die Dinge richtig, realitätsnah und ohne übertriebene Erwartungshaltung einzuordnen. Seine Mannschaft habe am Dienstag beim 2:1-Heimsieg gegen den KSV Hessen gezeigt, dass sie sich total fokussieren könne. „Das ist nicht selbstverständlich, so zurückzukommen“, betont er. „Es spricht für die Mannschaft. Wir wollten das Bestmögliche rausholen. Deswegen hat es mich extrem gefreut.“ Und nicht zum ersten Mal habe sie eine glänzende Reaktion bewiesen. Darauf hinzuweisen, wo sie steht und wie dies einzuordnen ist, hat er völlig recht. „Das haben wir uns alles erarbeitet“, ist er stolz, was man im Verbund – Trainer und Staff sowie die Mannschaft – geschafft habe. Es sei auch normal, „dass unsere Gegner gute Phasen haben. Wir haben die aber auch“.
Bleibt der Blick voraus. In den letzten vier Spielen dieser Saison darf sich die SGB mit dem Führungsquartett der Tabelle, mit „absoluten Top-Gegnern“ auseinandersetzen. Das heißt: in Homburg, auf eigenem Platz gegen Freiberg, beim Tabellenführer und nach dem 4:0-Heimsieg am Mittwochabend im internen Duell mit Freiberg auch designiertem Aufsteiger in die Dritte Liga, Großaspach – und zum Saisonabschluss in der Johannisau gegen den FSV Frankfurt. Herausforderungen also, wohin man schaut. Andererseits: Aus diesem Grund spielt die SGB in der Regionalliga. Anders ausgedrückt: „Wir haben jetzt vier Spiele vor der Brust gegen die Top 4. Wir können befreit aufspielen und freuen auf diese Aufgaben.“
Cimen schätzt den FC Homburg „als sehr stark“ ein. Der FCH habe sich sehr gut entwickelt und die Topteams Großaspach und Freiberg geschlagen. Zudem habe sie sich mit Kaan Inanoglu, der von der Frankfurter Eintracht kam, und Hilal El-Helwe, der sich zu Beginn der Saison das Sprunggelenk gebrochen hatte, zwei „extreme Offensiv-Verstärkungen“ hinzu bekommen. Dazu passende Empfehlung: Homburg hat – hinter Spitzenreiter Großaspach und der U23 des Bundesligisten SC Freiburg – die drittmeisten Tore der Liga geschossen. Zu viele Unentschieden hätten den FCH indessen so manchen Punkt gekostet.
Doch auch seine SG Barockstadt brauche ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen – im Gegenteil. „Unsere Mannschaft hat sich toll entwickelt“, sagt Fuldas Trainer aus nächster Nähe, „das sind gute Voraussetzungen, um da dranzubleiben.“ Eine personelle Ausrichtung darf nicht fehlen. Vielleicht werde man sich „punktuell noch verstärken“, er hoffe, erklärt Cimen, dass man in den nächsten zwei Wochen noch etwas vermelden könne. Dass „die eine oder andere Verlängerung“ oder „etwas Neues“ noch hinzukäme.
Am Samstag fehlt der gelbgesperrte Hans Sarpei. Leon Pomnitz habe sich „erkältet“ abgemeldet am Donnerstag, bei Kevin Hillmann müssen man sehen. Max Stadler nähere sich einem Einsatz immer mehr, das Spiel am Samstag aber komme für ihn wohl noch zu früh. Sei‘s drum: Der Vergleich am Samstag dürfte spannend werden an einer Adresse deutscher Fußball-Tradition. +++ rl
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