Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 8.007 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 6,0 Prozent oder 451 Fälle mehr als am Mittwochmorgen vor einer Woche, als 7.556 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 60,5 auf heute 59,3 neue Fällen je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 116.400 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 13.300 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 422 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 2.576 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 368 Todesfällen pro Tag. Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 388 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Da es sich um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch korrigiert werden.
NRW-Impfzentren sollen ab März auch vormittags öffnen
Die Impfzentren in Nordrhein-Westfalen sollen in Kürze auch vormittags öffnen. Das berichtet die „Rheinische Post“ unter Berufung auf die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein. Zusammen mit dem Beginn der Zweitimpfungen in den Impfzentren, ab etwa März, sollen die Einrichtungen demnach auch vormittags arbeiten. Bislang haben die Impfzentren in der Regel von 14 bis 20 Uhr geöffnet. Das soll sich aber auf Dauer ändern: „Der Vertrag zwischen dem Land NRW und den Kassenärztlichen Vereinigungen zur Durchführung der Impfungen in den Impfzentren sieht zu den Öffnungszeiten vor, dass diese grundsätzlich von 8 bis 20 Uhr, von Montag bis Sonntag sicherzustellen sind“, teilte das NRW-Ministerium der Zeitung mit.
Berliner Senatorin: Ungenutzten Astrazeneca-Impfstoff an Obdachlose
Die für Wohnunglose zuständige Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) will mit einem Teil der übrig gebliebenen Astrazeneca-Dosen (mehr als 30.000) nun die rund 3.000 Obdachlosen in den Notunterkünften impfen. „Es ist in der aktuellen Situation nicht hinnehmbar, dass Impfdosen ungenutzt herum liegen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei deshalb richtig, dass über eine neue Priorisierung diskutiert werde. „Wir dürfen dabei aber nicht diejenigen vergessen, die keine laute Lobby haben“, sagte Breitenbach. Obdachlose als besonders vulnerable Gruppe dürften jetzt nicht aus dem Blick geraten. „Im Winter kommen viele von ihnen in einer Notunterkunft unter“, sagte Breitenbach. Die Gelegenheit sei daher günstig: „Wir könnten und sollten allen Obdachlosen in Notunterkünften jetzt so schnell wie möglich ein Impfangebot machen.“ Die Senatorin will mit den Impfungen schon nächste Woche starten und hofft, dass andere Bundesländer dem Beispiel folgen. Geprüft wird in Berlin auch, ob Notunterkünfte trotz steigender Temperaturen länger offen gehalten werden, damit dort auch die zweite Impfung erfolgen kann. Obdachlose sind aufgrund ihrer Unterbringung in Massenunterkünften und einer erhöhten Infektionsgefahr bislang in der Prioritätsstufe zwei. Durch das Vorziehen von Lehrkräften und Erziehern könnte sich ihre Impfung aber verzögern. +++

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