RKI meldet 5.608 Corona-Neuinfektionen

Keine Daten aus Sachsen-Anhalt

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Montagmorgen 5.608 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 16,7 Prozent oder 1.121 Fälle weniger als am Montagmorgen vor einer Woche, als 6.729 Neuinfektionen binnen eines Tages offiziell veröffentlicht worden waren. Dabei ist allerdings zu beachten, dass aus Sachsen-Anhalt diesmal keine Daten übermittelt wurden. Unterdessen meldete das RKI nun 175 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 5.033 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 719 Todesfällen pro Tag. Am Vortag lag dieser Wert bei durchschnittlich 725 Corona-Toten innerhalb der letzten sieben Tage. Auf den Intensivstationen wurden unterdessen am frühen Montagmorgen 4.345 Covid-19-Patienten intensiv behandelt. Am Sonntagmittag waren es drei mehr.

SPD-Chef wirft Impfstoffherstellern „Mangel an Sensibilität“ vor

Vor dem Impfgipfel am Montagnachmittag hat SPD-Chef Norbert Walter-Borjans die Hersteller der Corona-Impfstoffe scharf kritisiert. „Ich bin schockiert über den Mangel an Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein bei einigen Herstellern. Es geht hier nicht um Schokolade, sondern um ein Produkt, an dem Existenzen und der Zusammenhalt der Gesellschaft hängen“, sagte Walter-Borjans dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. „Das Agieren der Impfstoffhersteller irritiert mich zutiefst. Was sind das für Manager, die mitten in einer gesellschaftlichen Notsituation ohne mit der Wimper zu zucken gegebene Zusagen wieder zurücknehmen?“, so Walter-Borjans weiter. „Die Unternehmen haben eine Gesamtverantwortung für die Gesellschaft – besonders, wenn sie mit Millionen Euro aus Steuermitteln gefördert worden sind. Ich erwarte von den Unternehmenslenkern, dass sie dieser Verantwortung gerecht werden“, so der SPD-Chef.

Gleichzeitig müssten alle Lieferverträge zwischen den Unternehmen und der EU veröffentlicht werden. „Um zu bewerten, ob Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Fehler zu verantworten hat, müssen alle Verträge mit Herstellern auf den Tisch. Ich fordere die EU-Kommission auf, schnell für volle Transparenz zu sorgen“, sagte der SPD-Politiker. „Dass Brüssel die Verträge bislang nur zögerlich und mit vielen Schwärzungen veröffentlicht, macht misstrauisch“, fügte er hinzu. Es stehe inzwischen fest, dass der Etatansatz für die Impfstoffbeschaffung insgesamt zu niedrig gewesen sei. „Da muss sich auch der deutsche Gesundheitsminister fragen lassen, warum er nicht mehr Geld zur Verfügung gestellt hat.“ Der Impfstoffgipfel müsse Klarheit darüber liefern, wer wann geimpft werde. „Wir sind in einem Wettlauf mit dem Virus und seinen Mutationen auf der einen Seite und einer ausreichenden Immunisierung durch Impfung auf der anderen. Wir müssen verhindern, dass Ärzte gezwungen sind, über Leben und Tod von Patienten entscheiden z u müssen“, sagte Walter-Borjans dem RND. +++

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