RKI meldet 3111 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz steigt auf 66,5

KBV-Chef fordert rasches Ende der Corona-Beschränkungen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Montagmorgen vorläufig 3.111 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 0,7 Prozent oder 23 Fälle mehr als am Montagmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz stieg laut RKI-Angaben von gestern 66,1 auf heute 66,5 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 123.300 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 5.900 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 7 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 416 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 59 Todesfällen pro Tag (Vortag: 59). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 94.209. Insgesamt wurden bislang 4,31 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Kommunen begrüßen Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests

Der Städte- und Gemeindebund hat die Abschaffung der kostenlosen Corona-Schnelltests begrüßt. „Die Abschaffung der kostenlosen Schnelltests ist nachvollziehbar, da inzwischen alle Personen ein Impfangebot erhalten“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Wer sich anders entscheide, müsse akzeptieren, dass die Allgemeinheit nicht bereit sei, dafür weiterhin Steuermittel in Millionenhöhe aufzuwenden. „Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen.“ Die große Mehrheit der Bevölkerung – derzeit über 67 Prozent – sei ohnehin bereits geimpft. Der Hauptgeschäftsführer des Städtebundes verwies darauf, dass Personen, die aus medizinischen Gründen oder aufgrund des Alters nicht geimpft werden könnten, auch weiterhin kostenlos getestet würden. Das gelte insbesondere für die Kinder und Jugendlichen in den Schulen. Landsberg fügte hinzu: „Schon jetzt können wir im Übrigen feststellen, dass die Nachfrage in den kostenlosen Testzentren zurückgegangen ist.“ Nachdem sich das Infektionsgeschehen nach wie vor auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewege, gebe es inzwischen auch Veranstalter, die einen Eigentest unter Aufsicht ermöglichten, der vergleichsweise preiswert sei. „Wir hoffen allerdings natürlich auch, dass der Wegfall der kostenlosen Tests einzelne Personen doch noch dazu bewegen wird, sich für eine Impfung zu entscheiden.“

KBV-Chef fordert rasches Ende der Corona-Beschränkungen

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, fordert angesichts der deutlich höhere Impfquote in Deutschland ein rasches Ende der Corona-Beschränkungen. „Was die Dänen können, müssen wir auch können. Es ist an der Zeit, jetzt alle Corona-Maßnahmen zu beenden – nach dem Vorbild Dänemark“, sagte Gassen der „Bild“ (Montagausgabe). Die Ausgangslage in Deutschland sei „dieselbe“ wie in Dänemark am 10. September, als dort die Corona-Regeln beendet wurden, „wenn nicht sogar besser dank der vermutlich deutlich höheren Impf-Zahlen, die das Robert-Koch-Institut gemeldet hat“, so Gassen. Der KBV-Chef sagte, man solle auch „weiterhin die Hospitalisierungs-Rate und Todesfälle als Indikatoren im Blick behalten, um im Zweifel gegenzusteuern. Und natürlich sollten wir versuchen, noch mehr Menschen von der Impfung zu überzeugen.“ Zu großen Illusionen sollte man sich da laut Gassen aber nicht hingeben: „Viel mehr als 80 Prozent Geimpfte gibt  es nirgends auf der Welt.“ +++

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