Wertvolle historische Bestände auf digitalem Wege öffentlich zugänglich machen – das ist das zentrale Ziel des Projekts „FulDig“ der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek (HLSB) Fulda. Jetzt wächst das Projekt durch eine neue Kooperation mit dem Vonderau-Museum Fulda weiter: Museale Schätze, die sonst meist im Depot schlummern, werden so sicht- und erlebbar.

Seit inzwischen 16 Jahren sind über den Digitalisierungsserver der Hochschul-, Landes- und Stadtbibliothek Fulda (HLSB) unter dem Namen „FulDig“ wertvolle historische Bestände öffentlich zugänglich – darunter Urkunden, Drucke aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und regionale Zeitungen. 2023 kam mit einem Kooperationsvertrag zwischen Hochschule und Stadt Fulda ein weiterer wichtiger Baustein hinzu: Seitdem werden auch große Teile der historischen Bestände des Fuldaer Stadtarchivs digitalisiert und auf FulDig bereitgestellt. So wurden in den vergangenen Jahren beispielsweise zahlreiche historische Stadtrechnungen und der bedeutende Bestand „Judenschaft“ erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. FulDig hat sich damit längst zu einem der wichtigsten Recherchewerkzeuge für Forschende und die interessierte Öffentlichkeit entwickelt.
Nun kommt ein weiterer Partner hinzu: Das städtische Vonderau-Museum beteiligt sich künftig ebenfalls an der digitalen Bereitstellung seiner Sammlungen. Erste Gespräche dazu gab es bereits 2025 unter dem damaligen Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler, der die Kooperation angestoßen hatte. Inzwischen wurde der entsprechende Vertrag unterzeichnet, und die ersten Digitalisate sollen noch bis Ende des Jahres öffentlich einsehbar sein. Im Mittelpunkt der Kooperation steht das Ziel, insbesondere jene Objekte sichtbar zu machen, die bislang überwiegend in den Depots des Museums lagerten und der Öffentlichkeit daher nicht zugänglich waren.
Die ersten rund 60 digitalen Objekte widmen sich im Rahmen eines laufenden Förderprojekts der Industriegeschichte Fuldas. Dazu zählen kürzlich neu hinzugekommene Bestände der zuletzt geschlossenen Werke Nicolaus Weber und Goodyear ebenso wie ältere Bestände aus einer früheren Phase der Fuldaer Industrialisierung. Neben Objektinformationen und begleitenden Recherchen umfasst das Angebot auch vereinzelte 3D-Digitalisate, die eine vollständige, rundum sichtbare Ansicht der Objekte ermöglichen und damit wertvolle neue Einblicke für die Forschung eröffnen.
