Die Weltmeisterschaft im Wildwasserrennsport fand in der spanischen Region León statt und begann am Dienstag der vergangenen Woche mit einer feierlichen Eröffnung. An den Wettbewerben nahmen 250 Sportler aus 27 Nationen teil, die am Mittwoch mit den Rennen auf der Classic-Distanz ihren Auftakt hatten.
Für den Petersberger Joshua Piaskowski verlief die WM in den Einzeldisziplinen nicht wie erhofft. Im Classic-Rennen auf dem Rio Esla erreichte er mit einer Zeit von 18:28 Minuten den 18. Platz. Damit blieb er deutlich hinter seinen Erwartungen zurück und verfehlte sein Ziel, unter die Top 15 zu fahren. Ein kleiner Trost war, dass er als drittbester Deutscher trotzdem für das Mannschaftsrennen nominiert wurde.
Im Teamwettbewerb lief es für den 27-Jährigen jedoch deutlich besser. Zusammen mit Finn Hartstein und Andreas Heiliger bildete er ein starkes Team. Hartstein und Heiliger nahmen Piaskowski zwischen ihre Boote und "zogen" den Petersberger mit einer beeindruckenden Mannschaftsleistung ins Ziel. Das deutsche Trio erreichte so die zweitbeste Zeit hinter dem favorisierten französischen Team und sicherte sich die Silbermedaille.
Kurz darauf stand das Mannschaftsrennen im Canadierzweier auf dem Programm. In diesem Wettbewerb trat Piaskowski erneut mit Finn Hartstein an, und das deutsche Team fuhr überraschend auf den dritten Platz.
Am nächsten Tag folgten die Sprint-Wettbewerbe auf der Slalomstrecke in der Nähe von Sabero. Hier galt es, sich in zwei Läufen für das Finale der besten 15 Sportler zu qualifizieren. Piaskowski verpasste diese Qualifikation nur knapp: Nur 43 Hundertstelsekunden trennten ihn vom Einzug ins Finale. Damit verfehlte er auch im Sprint sein Ziel, unter die Top 15 zu gelangen.
Trotzdem konnte Piaskowski erneut in den Mannschaftswettbewerben überzeugen. In der Kajak-Mannschaft, zusammen mit Marcel Blum und Finn Hartstein, erreichte er einen respektablen 5. Platz in einem starken internationalen Feld. Auch im abschließenden C2-Mannschaftsrennen sicherte sich das deutsche Team den 5. Platz.
Obwohl Piaskowski mit seinen Einzelergebnissen nicht vollständig zufrieden war, bewies er in den Mannschaftswettbewerben seine Berechtigung für die WM-Nominierung.
Nun gönnt sich Piaskowski einige Tage Erholung an der spanischen Atlantikküste, bevor er Mitte September als Kajakfahrer in einer Staffel beim Dolomitenmann in Lienz, Österreich, an den Start geht. +++
