RKI meldet 808 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz sinkt auf 5,2

Corona-Positivrate sinkt auf 1,0 Prozent

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am frühen Mittwochmorgen vorläufig 808 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das waren 20 Prozent oder 208 Fälle weniger als am Mittwochmorgen vor einer Woche. Die Inzidenz sank laut RKI-Angaben von gestern 5,4 auf heute 5,2 neue Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage. Insgesamt geht das Institut laut der vorläufigen Zahlen derzeit von rund 13.100 aktiven Corona-Fällen mit Nachweis aus, das sind etwa 8.700 weniger als vor einer Woche. Außerdem meldete das RKI nun 56 Tote binnen 24 Stunden in Zusammenhang mit dem Virus. Innerhalb der letzten sieben Tage waren es 352 Todesfälle, entsprechend durchschnittlich 50 Todesfällen pro Tag (Vortag: 50). Damit erhöhte sich die Zahl der Todesfälle binnen 24 Stunden auf 90.875. Insgesamt wurden bislang 3,73 Millionen Menschen in Deutschland positiv auf das Coronavirus getestet. Da es sich für den heutigen Tag um vorläufige Zahlen handelt, könnten diese später noch vom RKI korrigiert werden.

Patientenschützer fordern mehr Impfungen bei Pflegepersonal
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz bemängelt eine zu geringe Impfbereitschaft beim Pflegepersonal. Mindestens 80 Prozent des Personals müssten geimpft sein, um das Virus aus den Einrichtungen herauszuhalten, sagte der Leiter der Stiftung, Eugen Brysch, am Dienstag im RBB-Inforadio. Das sei aber nicht der Fall. „Wir erleben, dass beim Altenpflegepersonal die Impfbereitschaft nicht besonders hoch ist. Und das macht große Sorgen, da müssen wir dringend nacharbeiten.“ Er halte die Impfpflicht für einen falschen Weg, „aber sollte es tatsächlich so sein, dass wir nur eine Impfbereitschaft haben in einigen Einrichtungen von unter 50 Prozent, dann wird es uns nicht gelingen, das Virus möglichst aus der Einrichtung herauszuhalten“, so Brysch. Bei Angehörigen sei die Impfbereitschaft deutlich höher als beim Pflegepersonal. Es müsse jetzt schon daran gedacht werden, für den Herbst und mögliche neue Corona-Ausbrüche in Heimen vorzusorgen. „Wir brauchen dann, wenn solche Entwicklungen da sind, auch externes Personal. Das haben wir doch in 14 Monaten gelernt, dass wir so nicht weitermachen können.“ Brysch sagte, dass die Menschen in Pflegeeinrichtungen während der Pandemie besonderen Belastungen ausgesetzt waren: „Die Heimbewohner waren im strengsten und längsten Lockdown. Wir freuen uns darüber, dass Besuchslockerungen, gemeinschaftliches Essen und Feste wieder möglich sind.“ Und deswegen dürfe aus dem Sommermärchen „niedrige Inzidenz“, was man heute habe, nicht ein Herbst werden, „der gerade wieder die Altenpflege besonders hart trifft“.

Corona-Positivrate sinkt auf 1,0 Prozent
Der Anteil der positiven Corona-Tests in Deutschland ist weiter rückläufig. Nach Angaben des Laborverbandes ALM waren in der zurückliegenden Kalenderwoche nur noch 1,0 Prozent aller durchgeführten PCR-Tests positiv, in der Vorwoche waren es 1,5 Prozent. Insgesamt wurden innerhalb von sieben Tagen rund 620.000 PCR-Tests durchgeführt, gut 27.000 weniger als eine Woche zuvor. Die Kapazität der 178 an die Erhebung angeschlossenen Labore beträgt aktuell weiter gut zwei Millionen Corona-Tests pro Woche, teilte ALM am Dienstag mit. Die Auslastung lag in der vergangenen Woche bei 32 Prozent. Erneut warnte der Verband vor der sogenannten Delta-Variante. Deren Anteil habe weiter zugenommen. +++

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