Neuausrichtung im Verein Henneberg-Itzgrund-Franken e.V.

Mehr Kultur, etwas weniger Geschichte, weniger Tagespolitik

Wolfgang Peter, Martin Truckenbrodt, Jens-Uwe Nassauer (v.l.) Foto: David Schwarz

Schleusingen. Am vergangenen Samstag fand die diesjährige Jahresmitgliederversammlung des Vereins Henneberg-Itzgrund-Franken e.V. statt. Es fanden u.a. turnusmäßige Vorstandsneuwahlen statt. Martin Truckenbrodt aus Seltendorf (Gemeinde Frankenblick, Landkreis Sonneberg) wurde als 1. Vorsitzender bestätigt. Neuer 2. Vorsitzender ist Wolfgang Peter aus Milz (Stadt Römhild, Landkreis Hildburghausen). Neuer Schatzmeister ist Jens-Uwe Nassauer aus Eisfeld (Landkreis Hildburghausen).

Der Verein zieht ein positives Resümee für das Jahr 2017. Ein Höhepunkt war das Gespräch mit Bodo Ramelow Ende Juni auf der Veste Heldburg. Weiterhin war der Verein sehr zufrieden mit dem Besuch seines Tags der Franken in Henneberg-Franken am 2. Juli in Rohr (Landkreis Schmalkalden-Meiningen), welcher im Landkreis Schmalkalden-Meiningen auf ein sehr positives Echo stieß, insbesondere auch in Kreisen der in der Heimat- und Brauchtumspflege ehrenamtlich aktiven. Die Veranstaltung am 1. Juli in Rauenstein (Gemeinde Frankenblick, Landkreis Sonneberg) fiel leider im wahrsten Sinne des Wortes etwas ins Wasser. Aber aus der sehr guten und harmonischen Zusammenarbeit der beteiligten Vereine wurde die Idee für ein neues Veranstaltungsformat im Schaumberger Land geboren. Besonders haben sich die 50 Mitglieder des Vereins darüber gefreut, dass am 1. Juli die Sonneberger Landrätin Christine Zitzmann (parteilos) und am 2. Juli der Landrat des Landkreises Schmalkalden-Meiningen Peter Heimrich (SPD) die Schirmherrschaft für die jeweiligen Veranstaltungen übernommen hatten.

Die letzten 4,5 Jahre hat der Verein seit seiner Gründung vor allem damit verbracht, in der Diskussion auf die weitestgehend unbekannte Fränkische Geschichte der Region zwischen Rennsteig und der Landesgrenze zu Bayern hinzuwiesen. Hierbei stieß man mit dem Informationsstand des Vereins und mit Vorträgen auf großes Interesse in großen Teilen der Bevölkerung, auch außerhalb der Region. Am Samstag in Schleusingen (Landkreis Hildburghausen) hat man sich nun darauf verständig, zukünftig wesentlich mehr Fokus auf die Fränkische Kultur zwischen Bad Salzungen und Sonneberg zu legen. Dies betrifft zum einem die Argumentation des Vereins und zum anderen aber auch dessen aktive Arbeit.

Nennenswerte Fortschritte konnte man nach Selbsteinschätzung des Vereins bei den Themen Werrabahn und Tourismus erreichen. Insbesondere beim Thema Metropolregion Nürnberg komme allerdings die weitere Region westlich des Landkreises Sonneberg einfach nicht aus dem Knick. Bzgl. touristischer Themen betrachtet sich der Verein ausschließlich als Ideen- und Impulsgeber. Die Themen Metropolregion Nürnberg und Tourismus sollen deshalb im Verein in der ersten Jahreshälfte 2018 heruntergefahren werden. Zukünftig will man diese erst einmal nur noch passiv bearbeiten. Weiterhin aktiv soll allerdings der Eisenbahnlückenschluss Südwestthüringen-Oberfranken (Werrabahn) bearbeitet werden. Das Kernanliegen des Vereins wird es jedoch weiterhin sein, zu erreichen, dass der Freistaat Thüringen in seiner Selbst- und Außendarstellung die Existenz eines fränkischen Teils anerkennt und dies auch aktiv lebt. Immerhin macht dieser etwa ein Fünftel der Fläche und ein Sechstel der Bevölkerung des Bundeslandes Thüringen aus. Die in diesem Zusammenhang als Druckmittel gegenüber der Thüringer Landespolitik gestarteten Bemühungen um einen Wechsel des Altkreises Sonneberg in den Freistaat Bayern hat der Verein nun offiziell beendet. +++

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