Kurz vor den Weihnachtsferien war es soweit: Die ersten Gruppen des Netzwerks Schulen besuchten drei heimische Unternehmen und lernten das Klinikum Fulda, HUBTEX Maschinenbau und Förstina Sprudel Mineral- und Heilquelle als ausbildende Betriebe kennen. Dabei nutzten die Neuntklässler aus der Konrad-Adenauer-Schule, der Privaten Realschule Dr. Jordan und der Rhönschule die Gelegenheit zum Gespräch mit Personalverantwortlichen und Auszubildenden.
Eine Schülergruppe des Netzwerks Schulen war zu Gast im BildungsZentrum der Klinikum Fulda gAG. Ingrid Schröder, Leiterin des Bildungszentrums, gab einen kurzen Überblick über die Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten und erläuterte die Berufsbezeichnungen Gesundheits- und Krankenpfleger/in, MTA, OTA, ATA. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Gesundheitsberufe heute sehr viel mit moderner Medizintechnik zu tun haben. Der Pflegedirektor des Klinikums Fulda Ronald Poljak erläuterte die Rolle des KIinikums, das mit über 2700 Arbeitsplätzen der größte Arbeitgeber in der Region ist. Mit dem Neubau, der 2019 in Betrieb gehen wird und Platz für 300 Patienten bietet, wird der Personalbedarf im Bereich Pflege, aber auch in allen anderen Berufen im Krankenhaus spürbar wachsen. Pflegedirektor Poljak legte die Perspektiven in den Pflegeberufen dar, mit vielen Spezialisierungen und Weiterbildungsmöglichkeiten im eigenen Bildungszentrum. Im Gespräch mit dem Pflegedirektor und der Schulleiterin wurden zahlreiche Fragen zum Praktikum, zur Ausbildung und zu den Arbeitsbedingungen beantwortet. Im Anschluss waren die Jugendlichen zu weiteren Rundgängen durch die zentrale Notaufnahme, die Kinderstation und eine chirurgische Station eingeladen, wo schließlich noch drei Krankenpflegeschüler selbst zu Wort kamen und von ihren Praxiseinsätzen auf der Station berichteten.
Für eine andere Besuchergruppe des Netzwerks Schulen öffnete HUBTEX Maschinenbau GmbH & Co. KG seine Tore. Birgit Zink, bei HUBTEX verantwortlich für die Ausbildung, informierte die Jugendlichen über das Unternehmen und die Produktpalette von Schwerlastfahrzeugen, Mehrwege-Seitenstaplern und Spezialanfertigungen, die mit einem einfachen Gabelstapler kaum vergleichbar sind. Birgit Zink stellte die verschiedenen Ausbildungsberufe mit ihren Besonderheiten vor und legte das Ausbildungskonzept von HUBTEX dar, bevor drei Auszubildende des Unternehmens mit hoher Fachkompetenz durch die Fertigungshalle und das Lager führten. Die Schülerinnen und Schüler – Neuntklässler einer Realschule - waren neugierig und aufmerksam. Vor allem die Technikinteressierten stellten viele Zwischenfragen und nahmen die Erklärungen an den einzelnen Stationen der Fertigung interessiert auf. Ebenso wie im Klinikum und dem angeschlossenen Bildungszentrum sind auch bei HUBTEX Praktikumsanfragen gerne willkommen. Dass während der Ausbildungszeit für die Nachwuchskräfte viel geboten wird und persönliche Förderung groß geschrieben wird, davon konnten sich die Schülerinnen und Schüler überzeugen.
Beim traditionsreichen Getränkehersteller Förstina Sprudel konnte sich eine weitere Netzwerk-Gruppe die Herstellung von Mineralwasser und Saftschorlen aus nächster Nähe anschauen. Marketingleiter Peter Seufert informierte die Jugendlichen ausführlich über die Abfüllung von naturbelassenen Mineralwässern direkt am Quellort rund um den Standort Eichenzell-Lütter. In einem großen Rundgang konnten sich die Neuntklässler alle Schritte der Getränkeherstellung anschauen, von den Abfüllanlagen bis zu den großen Lagerhallen und dem Versand. Dort informierte Herr Seufert über die Aufgaben im Bereich der Kommissionierung und Auslieferung, von wo aus Berufskraftfahrer des eigenen Fuhrparks die Region beliefern. In der anschließenden Produktverkostung lernten sie die Vielfalt an Erfrischungsgetränken kennen und sprachen über Fachbegriffe wie Produktlebensdauer und die Entwicklung neuer Fruchtsaftgetränke. Auch der Fachkräftebedarf war ein Thema, der sich in den nächsten Jahren noch deutlicher zeigen wird. Zu den Ausbildungsberufen bei Förstina zählen Industriekaufmann, Berufskraftfahrer und Fachinformatiker.
Die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr am Projekt „Netzwerk Schulen“ teilnehmen, erlebten einen sehr informativen Tag. Die Betriebserkundungen sind Teil des berufsorientierenden Angebots „Netzwerk Schulen – fit für die Ausbildung“, das interessierte Jugendliche an mehreren Partnerschulen im Raum Fulda in ihrer Berufsorientierung unterstützt und auf die Anforderungen einer Ausbildung vorbereitet. +++ pm

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