MIT Hessen fordert Maßnahmen zur Rettung der Innenstädte

Mittel müssen schnell und unbürokratisch fließen

Marco Reuter, Landesvorsitzender MIT-Hessen

Der Handelsverband Deutschland stellt sich auf schwierige Zeiten für den Einzelhandel ein. Gründe sind vor allem die sinkende Verbraucherstimmung und die hohen Energiekosten. Der Verband befürchtet, dass sich dadurch das Ladensterben in den Innenstädten weiter beschleunigen könnte. Die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Milliardenhilfen gegen hohe Energiekosten müssten deshalb auch den Einzelhändlern zugutekommen, so ein HDE-Sprecher.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Hessen (MIT) hat sich die Stärkung der Innenstädte zum Ziel gesetzt und unterstützt die Position des Handelsverbandes. Aus Sicht der MIT Hessen sind belebte und lebendige Innenstädte und Dorfzentren ein wichtiger Bestandteil unseres sozialen und ökonomischen Umfelds. Seit einigen Jahren stehen diese Knotenpunkte des gesellschaftlichen Lebens jedoch unter Druck und verzeichnen vielerorts einen Besucherrückgang. Dies führt oftmals zur Abwanderung oder Schließung einzelner Angebote, die, bei ausbleibender Flächennutzung, weitere Schließungen aufgrund von noch geringerem Publikums- und Kundenverkehr nach sich ziehen. Die negativen Folgen für das soziale und ökonomische Klima in einer Kommune sind dann deutlich zu spüren. Die aktuelle Krise kann und wird zu einer Beschleunigung der Abwärtsspirale führen.

„Jetzt müssen in Aussicht gestellte Mittel schnell und unbürokratisch fließen, ansonsten sehe ich schwarz für den Einzelhandel und die Innenstädte“, so Marco Reuter (Vorsitzender MIT Hessen). Denkbar sei ein Härtefall-Fonds für kleine und mittelständische Unternehmen, über den anteilig gestiegene Energiekosten abgefedert würden. Weiterhin könne eine Senkung der Einkommenssteuer für die Arbeitnehmer direkt auf das Konsumklima wirken und damit indirekt zu einer Stärkung der Innenstädte beitragen, erklärt Reuter. +++ pm

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