Minister übergibt 20-Millionen-Förderung für Breitbandausbau

Kochs Dank gilt dem Land Hessen

Bei der Übergabe der 20-Millionen-Förderung für den Breitbandausbau

Bad-Hersfeld/ Kassel. Mit rund 20 Millionen Euro unterstützen das Hessische Wirtschafts- und das Umweltministerium den Breitbandausbau in Nordhessen. Die Gelder stammen aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums” (ELER). Den Förderbescheid übergab Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir nun in Kassel an die nordhessischen Landkreise und die Breitband Nordhessen GmbH.

„Für den ländlichen Raum ist die Möglichkeit, schnelles Internet in jedem Dorf für die Bürger bereit zu stellen, eine der zentralen Weichenstellungen für seine zukünftige Attraktivität. Mit den Mitteln aus dem ELER-Fonds kommen wir einen großen Schritt weiter“, freut sich Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch, Vorsitzender der Breitband Nordhessen GmbH, über die Förderzusage. Schnelles Internet für Firmen und Privatpersonen seien in der heutigen Zeit ein Muss.

Kochs Dank gilt dem Land Hessen, das das Projekt durch die Absicherung mit Landesbürgschaften und Fördermitteln finanziell möglich gemacht hat: „Durch flächendeckendes Highspeed-Internet bleibt unsere Region ein attraktiver Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit unserer gemeinsamen nordhessischen Initiative stärken wir die Attraktivität des ländlichen Raumes.“

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir verwies darauf, dass ein leistungsfähiges Breitband-Netz insbesondere im ländlichen Raum eine wesentliche Voraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit sei. „Es ist ein elementarer Faktor für Familien bei der Wohnortwahl sowie für Unternehmen bei Standortentscheidungen. Deshalb darf der ländliche Raum nicht digital abgehängt werden“, betonte Al-Wazir und dankte dem für ELER zuständigen Umweltministerium für die Zusammenarbeit.

Das neue regionale Glasfasernetz wird sich mit einer Länge von ca. 2200 Kilometern über die fünf nordhessischen Landkreise erstrecken und Bürgern und Gewerbebetrieben Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s ermöglichen. Beim Bau des Breitbandnetzes werden Leerrohre verlegt, in die später Glasfaserkabel eingeblasen werden, die den schnellen Datentransport ermöglichen. Multifunktionsgehäuse in den Orts- und Stadtteilen dienen als Koppelstationen, in denen die Technik des Netzbetreibers installiert wird. Von dort aus werden die Datensignale des neuen Glasfasernetzes dann mit hoher Bandbreite über die bereits vorhandenen Kupferkabel zu den Haushalten transportiert.

Vertragspartner für den Endkunden ist die Netcom Kassel Gesellschaft für Telekommunikation. Sie wird im Vorfeld die Vermarktung der Anschlüsse starten und Informationsveranstaltungen vor Ort durchführen. „Grundsätzlich empfehlen wir keine Kündigung des bestehenden Vertrages. Eine Verlängerung von Bestandsverträgen um 24 Monate sollte aber unbedingt vermieden werden“, so Kathrin Laurier, Geschäftsführerin Breitband Nordhessen. +++

Zieherser Hof

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