Merkel: „Made in Germany“ durch VW-Abgasskandal nicht beschädigt

Berlin. Bundeskanzlerin Angela Merkel glaubt nicht, dass der Ruf die Marke „Made in Germany“ durch den VW-Abgasskandal beschädigt worden ist. Sie betonte in ihrem aktuellen Video-Podcast allerdings, was bei VW geschehen sei, könne man „in der Tat nicht auf die leichte Schulter nehmen“. „Es wird jetzt viel davon abhängen, wie VW mit diesem Sachverhalt umgeht“, so Merkel.

Das Unternehmen könne die Sache überwinden, wenn es transparent aufkläre und seine Strukturen so gestalte, dass so etwas nicht wieder passieren könne. „Ich glaube, dass VW daran auch mit allen Kräften arbeitet“, sagte die Bundeskanzlerin. Der Tag der Deutschen Industrie, auf dem Merkel am Dienstag spricht, finde in einer Zeit statt, „in der wir moderates, aber beständiges Wachstum haben, in der die Beschäftigungssituation sehr gut ist“. Vor allem gehe es jetzt darum, die Weichen für die Zukunft so zu stellen, „dass wir auch morgen noch sagen können, dass Deutschland ein starkes Land ist, einen guten Anteil der Wertschöpfung im industriellen Bereich hat“, erklärte die Bundeskanzlerin. Die Politik könne die Rahmenbedingungen mit setzen, aber natürlich müsse die Wirtschaft ihren Beitrag dazu leisten.

Merkel bescheinigt der Wirtschaft, in Sachen Digitalisierung sei „unglaublich viel im Gange“. Zwischen Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften gebe es durch die Digitale Agenda eine sehr gute Kooperation. „Ein wenig Nachholbedarf“ sieht die Bundeskanzlerin dagegen im Verwaltungsbereich, bei der Umstellung auf E-Government. „Hier könnten wir schneller werden“, räumte Merkel ein. Einmal mehr zeigt sich die Bundeskanzlerin davon überzeugt, dass die Energiewende für Deutschland eine Chance sei. Die, die sich heute schon umstellten, hätten später die Nase vorn, sagte Merkel. Zu bemängeln seien nur die „immer wieder sehr langen Diskussionen mit Europa“ über die Sonderregelung für die energieintensive Industrie. „Aber wir haben alle diese Diskussionen sehr erfolgreich bestanden“, betonte Merkel. Energieintensive Produktion müsse weiter in Deutschland zu Hause sein. Es wäre absurd, sie dorthin zu verlagern, wo die Umweltbestimmungen schlechter seien, anstatt in Deutschland zu produzieren und gleichzeitig Arbeitsplätze zu erhalten. +++ fuldainfo

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