Der Fuldaer Bundestagsabgeordnete Michael Brand nahm die Hinweise von Bürgern über verzörgerte und mangelnde Postzustellung zum Anlass, das direkte Gespräch mit den Verantwortlichen der Deutschen Post zu suchen. „Wenn Probleme da sind, muss man sie ansprechen und abstellen“, sagte Brand bei seinem Besuch im neuen Zustellstützpunkt der Deutschen Post AG in Lehnerz. Der Politikbeauftragte der Deutschen Post, Friedhelm Schlitt, und der für die Zustellung verantwortliche Abteilungsleiter; Heinfried Schwierig, waren nach Fulda gekommen und haben „ohne wenn und aber“ eingestanden, dass der Umzug an den neuen Standort, damit notwendige Änderungen im Ablauf und zeitgleiche Personalausfälle kurzzeitig zu den Problemen bei der Zustellung geführt haben.
„Wir haben das Problem erkannt, gehandelt und aktuell auch mehr Personal eingestellt“, so Schlitt und Schwiering, die zugleich darauf verwiesen, dass es wie anderen Branchen einen hohen Wettbewerb um Mitarbeiter gibt, gerade in einer boomenden Region wie Fulda. Man habe auch Vorkehrungen für das zu erwartende hohe Paket-Aufkommen in der Weihnachtszeit getroffen. Der Betriebsablauf funktioniere inzwischen gut, das interne Qualitätsmanagement habe die Situation fortlaufend im Auge.
„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hochmotiviert und leisten viel“, betonte Schlitt. „Es gibt kein flächendeckendes und generelles Problem. Wo im Einzelfall etwas nicht klappt, wird dem nachgegangen“, versprachen Schlitt und Schwierig im Gespräch mit dem Fuldaer Wahlkreisabgeordneten. Politikbeauftragter Schlitt und der für die Zustellung zuständige Abteilungsleiter Heinfried Schwiering betonten, dass sich Kunden mit Beschwerden oder Anfragen jederzeit unter der Telefonnummer 0228-4333112 an die Kunden-Hotline der Deutschen Post wenden könnten. Hier werde schnell im betroffenen Bezirk nachgeforscht, woran es im Einzelfall gelegen hat, um Verbesserungen vorzunehmen. +++

Der Skandal um die mangelhafte Postzustellung weitet sich aus.
Gerade bei der Hessenwahl scheint es so zu sein, dass Briefwahlunterlagen nicht angekommen sind bzw. Benachrichtigungen für die Wahl gar nicht oder verspätet zugestellt wurden. Ob dies die Gültigkeit der Wahl im Raum Fulda in irgendeiner Weise beeinflusst hat müssen jetzt die Juristen klären.
Auch Ausschreibungen von Firmen werden häufig nur noch verspätet zugestellt, was die betroffenen Firmen richtig Geld kostet.
Behördenbescheide bzw. Terminaufforderungen werden evtl. nur verspätet zugestellt mit entsprechenden Nachteilen für die Betroffenen. Gut daran ist allerdings, dass es mittlerweile auch bei anderen Onlineportalen Meldungen dazu gibt, auf die sich Betroffene berufen können.
Ich kann aus eigener Beobachtung bestätigen, dass hier im Nordend die Post nicht mehr täglich zugestellt wird und Briefe zum Teil eine Woche Laufzeit hatten.
Die Post steht daher massiv unter Druck.
Ich fordere daher auch den OB auf, sich hier einzuschalten und der Post klar zu machen, dass das nicht so weitergeht. Denn da geht es um wesentliche Dinge. Das sind KEINE Peanuts!