Raunheim hat in den frühen Morgenstunden des Dienstags (17.3.) etwas verloren, das sich nicht einfach wiederherstellen lässt: das Gefühl von Sicherheit. Ein zweifaches Tötungsdelikt in einem Bistro in der Frankfurter Straße – und plötzlich steht eine ganze Stadt unter Schock.
Die Reaktion des Staates ist deutlich. Unter Führung des HLKA wurde die Besondere Aufbauorganisation „Taverne“ eingerichtet. Nahezu 200 Ermittlerinnen und Ermittler, Einsatzkräfte und Fachexperten arbeiten seither unter Hochdruck. Es ist die sichtbare Entschlossenheit eines Rechtsstaats, der zeigen will, dass er auch in Momenten größter Erschütterung handlungsfähig bleibt.
Und doch hängt die Aufklärung an einem flüchtigen Detail: Zwei junge Männer, gesehen um 03:18 Uhr gegenüber der Hausnummer 10, dem späteren Tatort. Einer von ihnen mit Kapuze. Möglicherweise sind sie dem mutmaßlichen Täter begegnet – und könnten nun zu entscheidenden Zeugen werden.
Dass die Polizei öffentlich nach ihnen sucht, ist mehr als Routine. Es ist ein Appell. Denn Aufklärung braucht nicht nur Ermittler, sondern auch Menschen, die bereit sind, hinzusehen und zu sprechen.
Raunheim wartet auf Antworten. Und darauf, dass die Nacht nicht das letzte Wort behält. +++

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