Luchs entscheidet sich für den Lebensraum Rhön

Erster Fotonachweis vom Luchs im Forstamt Hofbieber

Das erste Luchsbild aus der Rhön.

Hofbieber. Im Winter 2011/2012 wurde der Luchs von den Förstern in der Rhön das erste Mal im Schnee gefährdet. „Die großen Pfotenabdrücke im Schnee sind schon beeindruckend“ sagt der stellvertretende Forstamtsleiter Bernd Mordziol-Stelzer. Auch sind zur Paarungszeit die Rufe der Luchse nachts in der Hochrhön zu hören gewesen. Immer wieder wurden Hinweise auf die Anwesenheit des Luchses in Form von Pfotenabdrücke und Risse gefunden, aber die große Katze war Kamerascheu. Jetzt aber ist der Luchs in eine Fotofalle im Rahmen des Wildkatzenmonitorings erfasst worden.

Noch vor wenigen Jahren galt der Luchs als ausgestorben. „Seit einiger Zeit jedoch bekommen nicht nur unsere Förster, sondern auch Spaziergänger die beeindruckende Großkatze häufiger zu Gesicht“, so Mordziol-Stelzer. Im Winter findet man die Spuren der Luchse auch gut im Schnee – insbesondere in den weitläufigen Wäldern des Forstamtes Hofbieber. „Daran erkennen wir gut, dass unsere naturnah bewirtschafteten Wälder ideale Lebensräume für den unter Naturschutz stehenden Luchs sind. Denn die scheuen Katzen fühlen sich in den Wäldern der Rhön sehr wohl. Auf leisen Sohlen hat der Heimkehren mit den Pfoten abgestimmt und lebt nun seit vier Jahren schon in der Rhön. Wenn der Lebensraum den Luchsen nicht gefallen würde, dann wären sie weitergezogen“, so Mordziol-Stelzer.

Reichlich Deckung für den Luchs in naturnah bewirtschafteten Wäldern Es wird dem Waldbesucher nicht leicht fallen, Zeuge der Anwesenheit von Luchsen zu werden. Denn in den von Hessen-Forst naturnah bewirtschafteten Wäldern verjüngt sich die Buche gut und bildet reichlich Deckung für die scheue Großkatze. Dort fühlt sich der Luchs wohl und er breitet sich in Hessen, ursprünglich aus dem Nationalpark Harz kommend, weiter aus. „Die Chancen sind nicht allzu groß, jetzt den Luchs nach Laubaustrieb in freier Wildbahn zu beobachten. Sollte dies dennoch gelingen, genießen Sie es und werden Sie Zeuge eines einmaligen Naturschauspiels“, rät Mordziol-Stelzer den Waldbesuchern. „Ansonsten empfehle ich den Besuch einer unserer Wildparks“, ergänzt der Förster. „Dort kann man sich die Luchse mit mehr Ruhe ansehen.“ +++ fuldainfo

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