Linken-Mitglieder beantragen Parteiausschluss von Sahra Wagenknecht

Im Buch kritisiere Wagenknecht die Linke als Partei

Sahra Wagenknecht

Mitglieder der Partei “Die Linke” haben ein Ausschlussverfahren gegen die NRW-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl Sahra Wagenknecht bei der Landesparteischiedskommission beantragt. Der “Spiegel” berichtet über das siebenseitige Dokument, das am Mittwochabend bei der Landesschiedskommission in NRW eingegangen ist. Begründet wird der Antrag damit, dass Wagenknecht der Partei einen “schweren Schaden” zugefügt habe. Als Hauptbeweislast geben die Antragsteller Wagenknechts neues Buch “Die Selbstgerechten” an. Darin kritisiere Wagenknecht die Linke als Partei. “Sie weicht in ihrer Kritik von elementaren Grundsätzen der Linken ab”, heißt es. Ebenso werden verschiedene Interview-Auszüge benannt, bei denen Wagenknecht offen lasse, ob sie nach der Bundestagswahl noch in der Partei bleibe. “Sahra Wagenknecht vertritt, wie hier nachweislich gemacht, ein eigenes, dem Programm der Linken in vielen Punkten widersprechendes Programm.” Weiter begründen die Antragsteller den Ausschluss damit, dass die Linke in NRW seit Wagenknechts Kür zur Spitzenkandidatin 30 Prozent der Wählerstimmen in den Umfragen eingebüßt habe und mehr als hundert Genossen aus dem Landesverband ausgetreten seien. “Der schwere Schaden für die Partei ist bereits eingetreten. Er wird gravierend größer, wenn der kampagnenartige Mediensturmlauf gegen die politischen Positionen der Linken durch ihre präsenteste Vertreterin in den Medien weiter anhält”, heißt es im Antrag. Ob die Landesschiedskommission den Antrag zulässt, wird in den kommenden Tagen entschieden. +++

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2 Kommentare

  1. Die Linke zerlegt sich doch selbst, indem sie die Besten unter sich mobbt und fertig macht! Die Linke verträgt keine Kritik und will allen und vor allem ihren Mitgliedern vorschreiben, was sie zu denken und zu tun haben. Das ist nach wie vor alte SED und Stasi Manier, vor allem in Berlin! Es ist so schade um all die Leute an der Basis, die sich abrackern. Und die Nazis lachen sich kaputt und werden immer stärker. Das ist schon mehr als fahrlässig! Aber Schuld haben immer die Anderen! Mich interessiert wer die Antragsteller sind. Davon wird nirgendwo ein Wort gesagt. Sie sind so feige, wie sie schon immer waren. Und solche Typen machen Politik?

  2. Wer hätte das gedacht: Die einstige Vertreterin der Kommunistischen Plattform innerhalb der Partei soll wegen gesunden Menschenverstandes ausgeschlossen werden. Das zeigt deutlich, wie recht Frau Wagenknecht in ihrem Buch “Die Selbstgerechten” hat! Nicht Frau Wagenknecht, sondern die Selbstgerechten in den linken Parteien sorgen dafür, dass die Wähler diese Parteien (Linke, SPD) in Scharen verlassen. Wenn man nun Frau Wagenknecht dafür verantwortlich macht, sieht man den Balken im eigenen Auge nicht. Wer die wahren Ursachen der Stimmenverluste aber nicht zur Kenntnis nehmen will, kann auch nicht gegensteuern. Die Linken werden im September möglicherweise zittern müssen, was den Wiedereinzug in den Bundestag betrifft.

Demokratie braucht Teilhabe!