Langjähriger Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler erhält Kulturpreis der Stadt Fulda

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Dr. Thomas Heiler

Der langjährige Stadtarchivar und Leiter des städtischen Kulturamtes, Dr. Thomas Heiler, wird mit dem Kulturpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss dies am 12. Dezember 2025 im nicht-öffentlichen Teil ihrer Sitzung einstimmig. Die feierliche Verleihung des Kulturpreises der Stadt Fulda an Dr. Thomas Heiler ist für Montag, 23. Februar 2026, um 18 Uhr im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses vorgesehen.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld würdigte die Verdienste Heilers und betonte, dieser habe sich während seiner mehr als 27-jährigen Tätigkeit bei der Stadt Fulda außerordentliche Verdienste um die Erforschung, Publikation und Vermittlung der Geschichte der Stadt Fulda erworben. Dabei habe Dr. Heiler sich weit über den dienstlichen Rahmen hinaus engagiert. Seine besondere Gabe bestehe darin, fundiert recherchierte geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge für ein breites Publikum spannend und unterhaltsam aufzubereiten. Wingenfeld verwies in diesem Zusammenhang unter anderem auf Heilers Bildbände mit historischen Fotografien, seine Schlaglichter zur Stadtgeschichte sowie auf Vorträge, etwa zum Aschenberg.

Hervorgehoben wurde zudem Heilers maßgebliche Beteiligung an zahlreichen örtlichen Projekten zur Erforschung der Stadtgeschichte. Dazu zählen unter anderem Aktivitäten anlässlich des 1250. Todestages des heiligen Bonifatius im Jahr 2004, das König-Konrad-Symposium im Jahr 2005 sowie die intensive Zuarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Feiern zum 1275-jährigen Jahrestag der Klostergründung Fulda im Jahr 2019. Seit Jahren beschäftigt sich Dr. Heiler intensiv mit der Geschichte jüdischen Lebens in Fulda seit dem Mittelalter und koordinierte die Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel.

Nach Angaben Wingenfelds verbindet Dr. Heiler durch seine engagierte Mitarbeit im Fuldaer Geschichtsverein, in dem er auch als Schriftführer tätig ist, seine hauptberufliche Arbeit im Stadtarchiv mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit für historisch interessierte Bürger. Einen erheblichen Anteil habe er zudem an dem zweibändigen Werk der vom Geschichtsverein herausgegebenen Stadtgeschichte. Dabei habe Dr. Heiler nicht nur wichtige Beiträge verfasst, sondern auch die Redaktion, die Druckbetreuung sowie die Erstellung der Register übernommen.

Am 31. Januar 2026 trat Dr. Thomas Heiler in den Ruhestand. Mit der Verleihung des Kulturpreises der Stadt Fulda soll sein langjähriges Wirken nun besonders gewürdigt werden. Bereits Ende Januar hatte der Fuldaer Geschichtsverein Heilers Arbeit mit der Herausgabe einer Festschrift unter dem Titel „Vom Wert schriftlicher Überlieferung“ gewürdigt.

Dr. Thomas Heiler wurde 1959 in Ludwigsburg geboren. Von 1980 bis 1986 studierte er Geschichte und Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Es folgte von 1987 bis 1991 eine Ausbildung zum Diplom-Archivar in München. Parallel dazu studierte er von 1988 bis 1990 Geschichte, Germanistik und nordische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Von 1991 bis 1998 setzte er sein Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Würzburg fort und wurde promoviert. In dieser Zeit war er stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Würzburg. Zum 1. Mai 1998 wurde Dr. Heiler beim Magistrat der Stadt Fulda als Leiter des Stadtarchivs eingestellt. Seit dem 1. Oktober 2011 war er Amtsleiter des Kulturamtes und Leiter des Stadtarchivs. Am 31. Januar 2026 trat er in den Ruhestand ein.

Der Kulturpreis der Stadt Fulda kann nach der städtischen Ehrenordnung für besondere Leistungen kultureller Art verliehen werden. Seit der Erstvergabe im Jahr 1960 wurden bislang 17 Persönlichkeiten mit dem Preis ausgezeichnet, um deren langjährige Verdienste auf den Gebieten der Bildenden Kunst, der Literatur oder der Regionalgeschichtsforschung zu würdigen. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen unter anderem Prof. Edmund Stengel, Dr. Aloys Jestaedt, Leonhard Fessel, Ernst Kramer, Dr. Naftali Herbert Sonn, Lioba Munz OSB, Erwin Sturm, Prof. Günther Willms, Dr. Otto Berge, Gerold Effert und Walter Heller, Franz Erhard Walther und die Eheleute Helen und Prof. Tassilo Bonzel, Günter Sagan und Elmar Schick sowie zuletzt im Jahr 2023 Gisbert Seng. +++


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