Landkreis Fulda und Gemeinde Hofbieber zur Planung Milseburg-Hütte

Milseburg h1

Die Einschätzung der HGON hinsichtlich der Pläne für eine Milseburg-Hütte kann nicht unwidersprochen bleiben. „Der Vorwurf, die Gemeinde Hofbieber als Eigentümerin und der Landkreis Fulda als Unterstützer würden mit dem Ersatzneubau der maroden Hütte einen Kapazitätsausbau anstreben und mehr Gäste auf die Milseburg anlocken wollen, entbehrt jeder Grundlage. Und das weiß die HGON auch“, sagt Landrat Bernd Woide und ist sicher: „Der Berg lockt die Menschen, nicht die Hütte.“

„Die Milseburg hatte schon immer eine besondere Bedeutung für die Menschen der Region – und das eben auch lange, bevor es die Hütte gab“, ergänzt Markus Röder, Bürgermeister der Gemeinde Hofbieber: „Seit Jahrzehnten haben wir dort eine Vielzahl von Menschen, die den Berg aus unterschiedlichsten Motiven erklimmen. Diese Zahl wird nicht massiv ansteigen, nur weil wir dort eine baufällige Hütte ersetzen wollen“, erklärt der Landrat. Auch für den Bürgermeister liegt die Entscheidung auf der Hand: „Wenn wir weiterhin eine Bewirtschaftung auf der Milseburg haben wollen, dann ist es unerlässlich, dass wir die Standards dafür auch im Hinblick auf Hygiene und Brandschutz erfüllen müssen. Das gelingt nicht, indem wir lediglich einige Bretter austauschen.“

Bereits im August 2018 hat der Landkreis in einem Schreiben an die HGON unmissverständlich versichert, „dass der Landkreis Fulda keine Maßnahmen plant oder künftig in Erwägung zieht, die die Milseburg infrastrukturell über das bisherige Maß hinaus für Besucher zugänglich machen“. Dazu gehört insbesondere die Erweiterung des Parkplatzes am Fuß der Milseburg, der Ausbau der Wegeverbindung zur Milseburg oder deren Widmung für den Kraftfahrzeugverkehr, die Beleuchtung der Wegeverbindung und der Bau eines Parkplatzes vor der Milseburghütte. „All das wollen wir nicht, und das haben wir der HGON schriftlich gegeben. Warum diese Zusage nicht gefruchtet hat und die HGON noch immer behauptet, wir wollten mehr Besucher locken, ist für mich nicht nachvollziehbar“, sagt Bernd Woide.

Mit Verwunderung reagiert Markus Röder auf den Hinweis der HGON, man habe sich noch am Tag der Klageeinreichung, am 27. November 2020, bemüht, einen Rechtsstreit zu vermeiden – und dies sei abgelehnt worden: „Tatsächlich gab es an diesem Tag einen Anruf des Anwalts der HGON bei mir. Dieses Gespräch allerdings als Bemühung zu interpretieren, ein Einvernehmen herzustellen, bedarf meiner Ansicht nach einer großen Portion Kreativität.“ Während im Februar 2019 die HGON noch schriftlich an die Gemeinde und andere Beteiligte erklärte: „Die Sanierung der Milseburghütte mit dezentralen Ver- und Entsorgungstechniken wird ausdrücklich unterstützt“, habe man jetzt mittlerweile den Eindruck, die HGON lehne jegliche Form einer Hütte auf der Milseburg ab. Die Gemeinde Hofbieber und der Landkreis Fulda versichern jedoch: „Wir sind weiterhin gesprächsbereit.“ +++


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