Kulturdenkmäler: Über Tausend Denkmäler aus dem Altkreis Lauterbach

Nachschlagewerk für Kulturliebhaber, Bauherren und Eigentümer

Bei der Präsentation des Bandes „Vogelsbergkreis II“ der Buchreihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland – Kulturdenkmäler in Hessen“ (v. l.): Dr. Markus Harzenetter (Präsident des Hess. Landesamtes für Denkmalpflege), Dr. Dieter Griesbach-Maisant (Oberkonservator im Landesamt für Denkmalpflege), Buchautor Walter Krug und Baudezernent Dr. Jens Mischak. Foto: Gaby Richter

Lauterbach. Der Torbogensaal im Schloss Stockhausen bot den passenden Rahmen für die Präsentation eines Buches voller Denkmäler – ist das Schloss doch selbst ein wunderschönes Beispiel für ein belebtes und bestens erhaltenes Denkmal. Dort wurde kürzlich der Band „Vogelsbergkreis II“ der Reihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Kulturdenkmäler in Hessen“ vorgestellt: Das zweibändige Werk enthält alle Kulturdenkmäler aus den Kommunen Schlitz, Wartenberg, Lautertal, Herbstein, Ulrichstein, Grebenhain, Freiensteinau und Schotten.

Für die Städte Alsfeld und Lauterbach liegen bereits solche Bände vor, jetzt wurden auch die Baudenkmäler im östlichen Kreisgebiet auf mehr als 1000 Seiten vollständig erfasst. Baudezernent Mischak sprach das Spannungsfeld an, in dem man sich bewege: „Es gilt die historische Bausubstanz als Kulturgut unserer Region auch für die Zukunft zu erhalten, sie aber auch fit für die Zukunft und für moderne Nutzungsanforderungen zu gestalten.“ Sein Dank galt dem großen Engagement von Privatpersonen, die ihre Gebäude erhalten und pflegen und damit zur geschichtlichen und städtebaulichen Identität beitragen.

Der Präsident des Hessischen Landesamtes für Denkmalpflege, Dr. Markus Harzenetter, sprach von der Denkmalpflege als „Motor für eine nachhaltige Stadtentwicklung“. Es sei wichtig im Denkmalschutz, das regional Typische zu erhalten. „Ihre Region hier lebt von den Reichtümern in Umwelt, Natur und Kultur“, so Harzenetter. Das Buch wertete er als „absolut lesenswert für Jedermann“, weil es knappe Charakterisierungen und professionelle Bilder enthalte. Es sei nicht nur Arbeitsgrundlage für Bauämter sondern auch für Eigentümer und Bauherren interessant. In einigen Monaten solle auch eine Online-Version verfügbar sein, kündigte er an.

Buchautor Walter Krug gab anschließend einen Einblick in seine Arbeit am Buch und zeigte dazu Fotos von Kirchen wie beispielsweise der Fachwerkkirchen in Kölzenhain und Dirlammen, auch die spätstaufische Burgruine bei Wartenberg, Grabsteine aus der Barockzeit vom Totenköppel bei Meiches oder die ehemalige Seifenfabrik in Schlitz als eines der wenigen Industriedenkmäler. Das wohl bekannteste Fachwerkhaus, die Teufelsmühle in Ilbeshausen, hat Krug dazu veranlasst auf Spurensuche in Sachen Zimmermann zu gehen: Hans Muth, der Erbauer der Teufelsmühle, hat weitere Spuren hinterlassen, zu denen der Autor anhand seiner Bilder interessante Ausführungen machte. +++ / pm

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