Künzells Grüne verabschiedeten Kommunalwahlliste

„Erfahrung, Erneuerung und Verjüngung“

Bernd Eckart

Die Grünen in der Stadtrandgemeinde Künzell – darunter auch viele neue Gesichter, die sich der Partei und ihrem Programm nahe fühlen, haben am gestrigen Mittwochabend im Beisein von Vorstandssprecher Knut Heiland im Rathaussaal der Gemeinde ihre Kommunalliste für die am 14. März des kommenden Jahres anstehende Kommunalwahl verabschiedet. Mit einem heterogenen Team – bestehend aus 15 engagierten Kandidatinnen und Kandidaten – darunter langjährige, erfahrene Mandatsträger – aber auch bislang kommunalpolitisch noch unerfahrenen, neugierigen Kandidatinnen und Kandidaten möchten die Grünen in Künzell ihre seit nunmehr 30 Jahre währende kommunalpolitische Arbeit fortsetzen. Sie alle eint der Wille, sich für ihre Heimatgemeinde, zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Angeführt wird die Kommunalliste von Bernd Eckart (71), dem amtierenden Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Künzeller Gemeindeparlament. Ihm folgen auf Listenplatz 2 und 3, Holle Redpath und Isabelle Schwarze. Beide Frauen sind parteiunabhängig und kandidieren zum ersten Mal, womit sie nach den Grünen „den Generationenwechsel“ einleiten. Mit Uwe Rafler und Wolfgang Zoth auf den Listenplätzen 4 und 5 folgen auf der Kommunalliste zwei aktuell aktive Gemeindevertreter, sodass nach den Grünen eine „gute Mischung aus Erfahrung, Erneuerung und Verjüngung“ auf den vorderen Plätzen antritt. Die Plätze 6 und 7 sind mit Bernd Ruppel und Tobias Zeitlinger besetzt. Ihnen werden an den guten Wahlergebnissen für die Grünen bei der Hessischen Landtagswahl im Oktober 2018 (18,2 Prozent) und der Europawahl im Mai 2019 (über 20 Prozent) gemessen, gute Chancen prophezeit. Insgesamt zählt die Kommunalliste 15 Kandidatinnen und Kandidaten, die am Mittwochabend einstimmig verabschiedet wurde.

Vor der Wahl berichtete Fraktionsvorsitzender Bernd Eckart, der auf eine langjährige kommunalpolitische Tätigkeit – darunter ein jahrzehntelanges Engagement im Fuldaer Kreistag in unterschiedlicher Verantwortlichkeit, u. a. Vorsitzender der Grünen-Kreistagsfraktion über vier Wahlperioden sowie auf eine 10-jährige Tätigkeit als Vorstandssprecher des Grünen Kreisverbandes Fulda zurückblicken kann, über die Arbeit der Fraktion im Künzeller Gemeindeparlament der letzten beinahe fünf Jahre sowie über die Inhalte und Visionen der Zukunft. „Die Tatsache, dass die CDU im Künzeller Gemeindeparlament und der Bürgermeister der Gemeinde seit der letzten Wahl keine absoluten Mehrheiten mehr haben, hat die Arbeit in der Gemeindevertretung deutlich demokratisiert“, so Eckart. Vorher sei die CDU mit der Opposition oft abwertend umgegangen. Es werde jetzt intensiver diskutiert und die Beschlussfassungen mehr an der Sache orientiert als dies in der Vergangenheit der Fall war. Hierbei hätten die Grünen versucht, für ihre Themen Klimaschutz und Verkehrswende Mehrheiten zu finden, was in Ansätzen gelang, dies auch deshalb, weil die Fördermittel der schwarz-grünen Landesregierung für diese Aufgaben zunahmen.

Ein Arbeitsschwerpunkt der Grünen markierte beispielsweise auch die Erstellung eines Radverkehrskonzeptes im Landkreis, das auf einen Antrag der Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen im Kreistag des Landkreises Fulda basiert und umgesetzt werde. Weiter haben sich die Grünen in Künzell und im Kreistag dem Thema Bezahlbarer Wohnraum angenommen. „Die Wohnungsnot hier in Künzell ist ähnlich groß wie in der Stadt selbst“, stellte Eckart heraus. Auch wenn man hier, ähnlich wie mit dem Thema „behutsamer Umgang mit freien Flächen“ bislang weniger erfolgreich war. Themen, die sich die Grünen auch zukünftig weiter annehmen wollen, sind der Ausbau der Kinderbetreuungsmöglichkeiten sowie der Umweltschutz allgemein. Es bleibe daher auch für die Zukunft noch viel zu tun, um soziale und ökologische Inhalte weiter voran zu bringen, hielten die Grünen Künzell gestern Abend fest. +++ pm / ja

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1 Kommentar

  1. Das Radverkehrskonzept: Ein Totalausfall. Den Link dazu findet man beim Landkreis. Oberflächlich hingeworfen von einem Büro, für das offenbar vor allem zählt, schnell mit diesem Papier fertig geworden zu sein. Besonders schön ist die einleitend geäußerte Idee, dass man sich auf die ja ach so komplizierte hiesige Topografie gar nicht einlassen muss, weil in Zukunft ja jeder ein E-Bike hat. Motto: „Berg und Tal, scheißegal“. Mit so einem Radverkehrskonzept kann ich leider gar nichts anfangen, sorry. Und das soll jetzt der große grüne Wurf sein? Leute, Leute…

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