Kranzniederlegung zum 17. Juni an Point-Alpha

Junge Union Fulda und Wartburgregion führen jahrzehntelange Tradition fort

Manuela Henkel (links), Martin Henkel MdL (2. v.l.), Felix Krause (3. v.l.), Benedikt Stock (4. v.r.), Berthold Jost (3. v.r.), Christoph Pralle (2. v.r.). Foto: privat

Am Donnerstag, dem 17. Juni 2021, trafen sich die Kreisverbände der Jungen Union Fulda sowie Wartburgregion mit zahlreichen Gästen zur traditionellen Kranzniederlegung am Birkenkreuz bei der Gedenkstätte Point Alpha, um der Opfer des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 und des DDR-Grenzregimes zu gedenken. Für die Junge Union Fulda sprach der Kreisvorsitzende Benedikt Stock zu den Gästen. Felix Krause, stellvertretender Vorsitzender der JU Wartburgregion, sprach für seinen Verband.

Nach der Kranzniederlegung ergriffen Martin Henkel MdL, Geisas Bürgermeisterin Manuela Henkel, Christoph Pralle, erster Beigeordneter der Gemeinde Rasdorf sowie Bertholt Jost, ehemaliger Bürgermeister Rasdorfs und bis 2020 Geschäftsführer der Point Alpha Stiftung, das Wort. Es waren sich alle Redner darin einig, dass das Unrecht, das im Namen des Sozialismus an der innerdeutschen Grenze, aber auch in der DDR selbst begangen wurde, nicht vergessen werden darf. In der heutigen Zeit käme es immer häufiger zu einer verhamlosung der sozialistischen Regime, wogegen nur Aufklärung helfe. Ebenso dankten sie den jungen Leuten, dass sie die Tradition der Kranzniederlegung am 17. Juni aufrecht erhalten, obwohl fast alle von ihnen erst nach der Wende geboren wurden und sie somit die Zeit von Trennung und Schießbefehl nicht mehr selbst erleben mussten. Im Anschluss begaben sich die Vertreter der beiden JU-Verbände noch nach Geisa zum geselligen Austausch, über die Bundeslandgrenzen hinweg.

Hintergrund: Am 24. Dezember 1975 scheiterte der Fluchtversuch von Bernhard Fey durch Auslösung einer Selbstschussanlage der Grenzbefestigungen des DDR-Regimes in der Nähe des Point Alpha. In Sichtweite von Bundesgrenzschutzbeamten aber noch auf DDR-Gebiet wurde der damals 19 Jährige stark blutend von DDR-Grenztruppen abtransportiert. Auf Westseite ging man davon aus, dass er beim verzweifelten Versuch in Freiheit zu gelangen verstorben sei. Zum Gedenken an diesen Vorfall errichtete die Junge Union 1976 ein Birkenkreuz am Point Alpha. Erst nach der Wende wurde bekannt, dass Herr Fey glücklicherweise überlebte. In jährlichen Gedenkveranstaltungen, zuerst am 24. Dezember, seit Jahren nun am 17. Juni, erinnert der Kreisverband der Jungen Union Fulda, seit der Wiedervereinigung zusammen mit dem Kreisverband Wartburgregion, an die Opfer des sozialistischen Grenzregimes sowie der Opfer des vor allem durch sowjetische Truppen gewaltsam niedergeschlagenen Volksaufstandes 1953 in der DDR. Das Birkenkreuz wurde durch den JU Kreisverband Fulda in 2019 erneuert.

Es gibt einige Regeln, die alle Diskussionsteilnehmer einhalten müssen. Wir bitten um Beachtung.

[Kommentarregeln hier klicken]

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Demokratie braucht Teilhabe!