Der Krankenstand in Hessen ist im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 20,4 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten damit genauso viele Arbeitsausfalltage wie 2024. Das teilte die DAK-Gesundheit mit. Die meisten Fehltage entfielen erneut auf Atemwegserkrankungen, gefolgt von psychischen Erkrankungen und Muskel-Skelett-Erkrankungen. Insgesamt habe sich der Krankenstand in Hessen auf einem hohen Niveau eingependelt, erklärte die Krankenkasse und forderte eine fundierte Ursachenforschung.
Häufigste Ursache für Krankschreibungen waren im vergangenen Jahr Atemwegserkrankungen mit rund 431 Fehltagen je 100 Versicherte, nach 434 Fehltagen im Jahr 2024. An zweiter Stelle standen psychische Erkrankungen. Sie verursachten 383 Fehltage je 100 Versicherte und lagen damit deutlich über dem Vorjahreswert von 348 Fehltagen. Auf Rang drei folgten Muskel-Skelett-Erkrankungen wie etwa Rückenschmerzen mit 348 Fehltagen je 100 Versicherte, was in etwa dem Niveau von 2024 entsprach.
„Pro Kopf hatten DAK-versicherte Beschäftigte in Hessen 2025 für 20,4 Kalendertage eine Krankschreibung. Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln“, sagte die DAK-Landeschefin Britta Dalhoff. Dafür müssten alle relevanten Akteure wie Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzteschaft und Krankenkassen gemeinsam an einem Tisch zusammenkommen. Zudem müsse ein gesundes Arbeitsumfeld stärker in den Fokus rücken.
Im Bundesvergleich liegt Hessen leicht über dem Durchschnitt. Bundesweit kamen DAK-versicherte Beschäftigte 2025 im Schnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf. Hessen lag mit 20,4 Fehltagen damit rund 4,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Deutlich höhere Fehlzeiten verzeichneten Sachsen-Anhalt sowie Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Den geringsten Arbeitsausfall bundesweit meldete Baden-Württemberg.
Große Potenziale sieht die DAK-Gesundheit im betrieblichen Gesundheitsmanagement. Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur seien zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken, erklärte Dalhoff. Ein betriebliches Gesundheitsmanagement sei wichtig, um das Thema Gesundheit fest in betriebliche Strukturen und Prozesse zu integrieren. Die DAK unterstütze Arbeitgeber dabei, ein nachhaltiges Gesundheitsmanagement aufzubauen.
Für die aktuelle Analyse wertete das Berliner IGES Institut die Daten von rund 257.000 erwerbstätigen DAK-Versicherten in Hessen aus. +++

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