Berlin. Zweieinhalb Jahre nach Einführung des Mindestlohns finden auch immer mehr Anhänger von Union und FDP die Lohnuntergrenze gut: Das berichtet die „Saarbrücker Zeitung“ in ihrer Mittwochsausgabe unter Berufung auf eine Umfrage von Infratest dimap, die der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Anfang Juli in Auftrag gegeben hat. Demnach unterstützen inzwischen 83 Prozent der Sympathisanten von CDU und CSU den Mindestlohn, 2015 waren es 79 Prozent. Bei den Liberalen ist die Zustimmung sogar um 19 Prozentpunkte auf 82 Prozent gestiegen. DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell nannte den Zuspruch bei den Unions- und FDP-Anhängern „erfreulich“. Insgesamt sind laut Umfrage 85 Prozent der Bürger für den Mindestlohn. Bei den SPD-Anhängern ist hingegen die Zustimmung von 94 Prozent im Jahr 2015 auf jetzt 85 Prozent gesunken, bei den Linken von 92 auf 89 Prozent. 96 Prozent der Grünen-Anhänger finden die Lohnuntergrenze richtig. 21 Prozent der Befragten gaben an, Fälle zu kennen, bei denen Arbeitgeber den Mindestlohn umgangen hätten. Körzell forderte daher, das Personal der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) auf 10.000 Stellen aufzustocken. Mindestlohnverstöße seien „keine Bagatellen“. +++

Ei der Daus !
Möchte man ausrufen. Groschen gefallen. Dauert aber lange bei euch.
Langsam kommt bei mir der Verdacht auf , das noch nicht einmal die FDP das System des Kapitalismus verstanden hat. Leute , es gibt einen kleinen aber feinen Unterschied zwischen Betriebs und Volkswirtschaft. Das es im ersten Moment gut ist seinen Angestellten wenig zu zahlen ist betriebswirtschaftlich vernünftig steigert es ja das Betriebsergebnis . Volkswirtschaftlich endet es aber in der Katastrophe. Weil Löhne Masseneinkommen sind ,die den Kapitalismus am Laufen halten denn der muss ja immer wachsen. Da reicht es eben nicht Löhne zu zahlen , die es den Angestellten gerade mal am Leben mit satt und sauber zu halten. Wenn man nicht irgendwann nicht massive Absatzprobleme haben will dann muss man sich dazu durchringen den Angestellten adäquat zu bezahlen. Und wenn es in diesem Land Firmen gibt, die nur durch die Zahlung von Minilöhnen am Leben bleiben, dann haben sie in meinen Augen kein Geschäftsmodell und man sollte es unter Liebhaberei verbuchen. Wenn wir uns auf den Gesellschaftsvertrag KAPITALISMUS geeinigt haben, dann sollten die Akteure auch auf dessen Spielregeln einigen.