Imkerbund: Bienen nicht mit Honig füttern

Der Deutsche Imkerbund (DIB) warnt davor, Bienen auf dem Balkon oder am Haus mit Honig zu füttern. „Diese gut gemeinten Angebote gibt es immer wieder, aber sie können genau das Gegenteil bewirken“, sagte DIB-Geschäftsführer Olaf Lück am Dienstag. Rund 75 Prozent aller Honige, die in Deutschland im Handel erhältlich sind, stammen nach Angaben des Vereins aus dem Ausland. Weil ein überwiegender Teil der Importhonige die für den Menschen unschädlichen Sporen des Bakteriums Paenibacillus larvae enthalte, könne ein Honigbienenvolk an dem Erreger der Amerikanischen Faulbrut erkranken. Die Sporen seien „äußerst widerstandsfähig, langlebig und nahezu zeitlich unbegrenzt ansteckungsfähig“, so der Imkerbund. Der Erreger befalle die Brut der Honigbiene und zerstöre diese. Dadurch fehle es an Nachwuchs im Bienenvolk – es werde geschwächt und gehe ein. „Adulte Bienen können zwar nicht angesteckt werden, aber sie verbreiten die Sporen des Erregers und tragen da zu bei, dass sich die Seuche innerhalb eines Volkes und benachbarter Bienenstände schnell ausbreitet“, hieß es weiter. Oftmals seien in kürzester Zeit Bienenvölker einer ganzen Region betroffen. Bei der Amerikanischen Faulbrut handelt es sich um eine meldepflichtige Tierseuche. +++

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Letzte Aktualisierung: 28.11.2022, 05:22 Uhr
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