ifo Institut: Selbständige setzen stärker auf Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz gehört für viele Soloselbständige und Kleinstunternehmen inzwischen zum festen Bestandteil des Arbeitsalltags. Nach aktuellen Zahlen nutzen bereits 51,2 Prozent der Befragten KI in ihren Geschäftsprozessen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein deutlicher Anstieg: 2025 lag der Anteil noch bei 30,4 Prozent. Weitere 16,2 Prozent planen den Einstieg in die KI-Nutzung. Der Abstand zur Gesamtwirtschaft, in der 54,5 Prozent auf entsprechende Anwendungen setzen, ist damit inzwischen nur noch gering.

„KI ist für Selbständige kein Zukunftsthema mehr“, sagt ifo-Expertin Katrin Demmelhuber. „KI-Tools sind in ihrem Alltag angekommen.“

Im Arbeitsalltag dominieren dabei externe Angebote. Knapp 59 Prozent der Selbständigen greifen auf kostenpflichtige KI-Dienste zurück, 53 Prozent nutzen kostenlose Tools. Sieben Prozent setzen auf selbst entwickelte KI-Systeme. Besonders häufig kommt Künstliche Intelligenz bei Recherche und Informationsbeschaffung zum Einsatz. Auch zur Ideengenerierung, für die Text- und Content-Erstellung, bei Übersetzungen sowie im Marketing und Vertrieb werden die Anwendungen genutzt.

Nach der ausgeprägten Krisenstimmung im April hat sich unterdessen das Geschäftsklima für Soloselbständige und Kleinstunternehmen im Mai moderat verbessert. Der „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg von minus 29,9 Punkten auf minus 27,7 Punkte. Die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften nahm ab, zugleich blicken die Selbständigen etwas weniger pessimistisch auf die kommenden Monate.

Trotz dieses leichten Aufwärtstrends bleibt das Geschäftsklima der Selbständigen deutlich tiefer im Minus als das der Gesamtwirtschaft. „Die Situation für Selbständige hat sich leicht stabilisiert, bleibt aber fragil“, sagt Demmelhuber. +++


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