ICE prallt bei Gelnhausen gegen Baggerarm

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Ein lauter Schlag am frühen Montagmorgen, dann steht der Zug still: Auf der vielbefahrenen Strecke zwischen Fulda und Hanau ist ein Intercity-Express mit rund 650 Passagieren nahe Gelnhausen gegen den Greifarm eines Baggers geprallt. Was nach einem folgenschweren Unglück klingt, ging für die Reisenden und das Zugpersonal glimpflich aus – niemand von ihnen wurde verletzt.

Anders der Mann auf der Baustelle: Der Baggerfahrer erlitt nach Angaben der Bundespolizei eine leichte Kopfverletzung. Wie es genau zu der Kollision kommen konnte, ist derzeit noch unklar. Ermittler versuchen, den Hergang des Unfalls zu rekonstruieren.

Der ICE selbst wurde bei dem Zusammenstoß so stark beschädigt, dass er nicht mehr fahrbereit ist. Die Strecke musste unmittelbar nach dem Vorfall gesperrt werden. Wann die Züge dort wieder planmäßig rollen können, war zunächst offen.

Die Auswirkungen für den Bahnverkehr sind erheblich. Stündlich müssen mehrere ICE-Verbindungen auf vier wichtigen Fernverkehrsrouten umgeleitet werden. Verspätungen und längere Reisezeiten sind die Folge. Für die Bergungsarbeiten wurde die Oberleitung abgeschaltet und geerdet – eine notwendige Sicherheitsmaßnahme, bevor Einsatzkräfte an die beschädigten Teile herankonnten.

Dass der Unfall so glimpflich verlief, dürfte auch daran liegen, dass kein Waggon entgleiste und offenbar nur ein Anbauteil des Baggers erfasst wurde. Dennoch zeigt der Vorfall, wie schnell es auf einer der zentralen Nord-Süd-Achsen im deutschen Bahnverkehr zu gefährlichen Situationen kommen kann.

Für die Fahrgäste bleibt ein Morgen, den sie so schnell nicht vergessen werden: eine plötzliche Erschütterung, Unsicherheit – und am Ende die Erleichterung, mit dem Schrecken davongekommen zu sein. +++


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