Hünfelder SV setzt sich auch bei Türk Gücü Friedberg durch

Die Fußballer des HSV die Nummer in der Hessenliga: Neun Tage nach dem Irrsinns-Sieg gegen die U21 des Bundesligisten Eintracht behauptete sich das Team aus Hünfeld auch bei Türk Gücü Friedberg – und gewann bei der als spielstark bekannten Vertretung am späten Sonntagnachmittag mit 4:3 (1:2). Die Jahres-Bilanz des HSV liest sich stolz – und verdient beinahe einen Eintrag in die Geschichte des Vereins. 22 Punkte aus neuen Spielen und 20:13 Tore lautet sie.

Obwohl der Gast auf dem holprigen und sehr kleinen Platz, der kaum Hessenliga-reif war, von Beginn an versuchte, Fußball zu spielen – lag er nach Treffern des Türk Gücü-Torjägers Noah Michel und von Erdinc Solak mit 0:2 zurück. Der HSV aber gab nie auf in diesem Vergleich, und der Hofbieberer Maxi Fröhlich erzielte nach Max Voglers Einwurf den Anschluss. Ein karges Auskommen zur Pause aus Gäste-Sicht.

Der erlebte gar ein Déjà-vu, als er nach Reljics Kopfballtreffer noch einmal mit zwei Toren Differenz in Rückstand geriet. Jetzt aber zeigte der HSV nicht nur Moral – er unterstrich auch Stabilität und Reife. „Bei diesem Spielstand zurückzukommen – Respekt“, war Hünfelds Trainer Johannes Helmke fast platt. Sein Team bewies Mentalität und Charakter. Zunächst gelang der Anschluss, als Luca Uth einen Freistoß aus dem Halbfeld trat – und Reljic den per Kopf ins eigene Tor verlängerte.

Mehr noch: Dem – ebenso wie seine jungen Mitspieler Bartosz Witkowski und Max Lindemann – nach einer Stunde eingewechselten Boas Kümmel aus Mansbach glückte mit straffem Schuss ins lange Eck der Ausgleich zum 3:3. Und wozu ist „Jemo“ Kassa da? Aus seinen genialen Dribblings etwas rauszuholen. Das machte der Aktivposten auch fünf Minuten vor Schluss: Nach seinem Dribbling wurde er nahe der Torauslinie gefoult – und mit voller Überzeugung haute er die Kugel hoch ins Dreieck. Das war der Siegtreffer zum 4:3.

Helmke freute sich über die erneut tolle Mannschaftsleistung seines Teams, „es läuft gerade sehr gut für den HSV. Wir schauen von Spiel zu Spiel und genießen das. Die Jungs sind gierig“.

Türk Gücü Friedberg: Bagus – Letica, Izberovic, Yikilmaz (68. Filges), Solak (46. Karamiankis), Radulaski, Jürgens (80. Matondo), Hagley, Michel (14. Böger), Reljic

Hünfelder SV: Maul – Zentgraf, Dücker, Gadermann (75. Häuser), Zöll – Kemmerzell, Uth – Vogler (66. Witkowski), Kassa (88. Kocak), Fröhlich (66. LIndemann) – Paliatka (66. Kümmel)

Schiedsrichter: Colin Diehl

Tore: 1:0 Noah Michel (9.), 2:0 Erdinc Solak (19.), 2:1 Maxi Fröhlich (30.), 3:1 Toni Reljic (54.), 3:2 Toni Reljic (66., Eigentor), 3:3 Boas Kümmel (76.), 3:4 Jemal Kassa (84., Foulelfmeter) +++ rl


Popup-Fenster

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*