In Zeiten, in denen das Wünschen noch geholfen hat – keine Angst, wir sind nicht bei Märchen, sondern in der rauen Realität des Fußballs -, tritt der Hünfelder SV am Freitagabend, 19.15 Uhr, beim Ex-Regionalligisten FC Bayern Alzenau an. Die Teams sind direkte Nachbarn der Rangliste, der Elfte trifft auf den Zehnten der Hessenliga; beide sind punktgleich. Mithin verfolgen sie ein Ziel: sich fernzuhalten von den nicht so gut platzierten Mannschaften.
Aus Sicht des HSV endeten die Spiele der jüngeren Vergangenheit zwar nicht so toll – Zahlen herunterzubeten oder darzulegen, wie schmal „der Abstand nach unten noch ist“, das hilft niemandem – vorwerfen mag man dem Team aber wenig. Einsatz- und Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten und der Fakt, mit Vorderen der Tabelle zu konkurrieren, stimmten oft. Nur das Ergebnis passte oft nicht. Das heißt, in erster Linie das Spielglück. Doch Fußball sei „nun mal ein Ergebnissport“, wirft Hünfelds Trainer Benjamin Fuß in den Ring. „Schön ist das nie“, durchlebt er die momentane Phase mit seinem Team, „einzelne Entscheidungen“ könne man eh nicht beeinflussen. Zur Wahrheit gehöre aber auch, fügt er an, „dass wir zuletzt gegen Stadtallendorf vor dem ersten und zweiten Gegentor nicht gut verteidigt haben“.
Nun aber sei längst der Blick nach vorn gerichtet. Man müsse in den fünf ausstehenden Spielen des Jahres noch punkten – außer Alzenau sind Fernwald, Marburg zum Auftakt der Rückrunde, Hanau (mit Ex-Barockstadt-Trainer Sedat Gören) und Gießen die Gegner. Erster Kontrahent ist Alzenau – jenes Team, das überhaupt nicht gut in die Serie reinfand, nach dem Trainerwechsel zum Ex-Gießener Michael Fink aber sehr stabil arbeite. Sehr gute Einzelspieler hätten sich inzwischen gut zu einer Mannschaft gefunden, urteilt Fuß. Im gleichen Atemzug aber schiebt er das Wichtige für sein Team nach. Mutig zu sein, mit Leidenschaft und „absolut überzeugt“ von sich auftreten.
Noch eine Fußnote: Der Hünfelder SV ist – nach Stadtallendorf und Turabdin Pohlheim – das drittbeste Auswärtsteam der Hessenliga. Das besitzt zwar nicht unbedingt bedeutende Aussagekraft, könnte den HSV aber zusätzlich anspornen. Und eines kommt ja hinzu: An Tagen, an denen das Wünschen noch geholfen hat. +++ rl

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