Hünfelder SV – Die Rhönkampfbahn wird am Samstag zum Schauplatz zweier faszinierender Duelle

Hsv35

Sofern man ein Herz für den osthessischen Fußball hat, darf man sich den Samstag nicht entgehen lassen. Dann nämlich wird die Rhönkampfbahn beim Hünfelder SV zum Schauplatz zweier Duelle, die Appetit machen. Ab 13 Uhr steigt das Viertelfinale im Hessenpokal der Ü35, wenn die SG Hünfeld/Kirchhasel den SSV Sand herausfordert. Drei Stunden später, um 16 Uhr, erfolgt der Anpfiff des spannenden Vergleichs der Hessenliga zwischen dem HSV und dem Tabellenzweiten Eddersheim.

Noch vor Kurzem kickte Steffen Witzel in der Ersten des HSV mit. Jetzt betreut er an Dominik Webers Seite das Ü35-Team der SG Hünfeld/Kirchhasel. Und die stellt sich am frühen Samstagnachmittag einer besonderen Herausforderung. Schon während seiner Laufbahn pflegte er stets das Etikett „Respekt“ – und so widmet er sich zunächst dem Gegner. „Sand ist ja ein alter Weggefährte, mit bekannten Spielern wie den Leonhard-Brüdern oder Steffen Klitsch.“ Im Handumdrehen jedoch kommt er zu seinem Team, bei dem er auf dem Feld steht und Dominik Weber eher vom Spielfeldrand coacht. „Wir müssen und aber nicht verstecken – und haben auch gute Fußballer wie Sebastian Gensler, Benjamin Fuß oder Simon Grosch, wenn man sie stellvertretend nennen will.“ Und Witzel, ein Kind des HSV, ergänzt: „Wir wollen gewinnen. Jetzt sind wir schon so weit gekommen.“

Im vergangenen Jahr wurde Hünfeld/Kirchhasel durch ein 5:2 gegen die SG Schlitzerland Kreispokalsieger. Ehe in der ersten Runde auf Hessenebene der VfL Neustadt der Gegner war. Vor fünf Wochen stand es nach 70 Minuten und Ende der regulären Spielzeit 1:1 – in der einfachen zehnminütigen Verlängerung glückte Johannes Helmke das Siegtor. Neustadt legte Einspruch ein – da die die Extra-Time nur einmal gespielt wurde. In der Neuauflage des Duells gelangen Andreas „Blondie“ Weber und Michael „Titti“ Straub die Tore zum Sieg.

Erreicht Hünfeld/Kirchhasel das Halbfinale des Hessenpokals, ist Günterfürst, ein Stadtteil von Erbach im Odenwald, der Gegner – das Finale findet am 30. Mai beim Traditionsverein Opel Rüsselsheim statt.

Gehen wir eins im Altersfokus eins zurück beim HSV: in die Hessenliga. Ab 16 Uhr fordert der Siebte der Tabelle aus Hünfeld den Zweiten, den FC Eddersheim, der seinen Torjäger Yilmaz in der Winterpause an Hummetroth verlor, heraus. Er glaube, sagt Johannes Helmke, „dass wir dem Zweiten Paroli bieten können.“ Seine Aussage ist begründet. „Wir sind ins Jahr gut reingestartet“, erklärt. Vier Siegen zum Auftakt folgte am vergangenen Sonntag die erste und bisher einzige Niederlage in Pohlheim 2:3). „Wenn wir an die Leistungen in diesen Spielen anknüpfen können, im Zweikampf noch eine Schippe drauflegen und ein bisschen Spielglück haben …“ Bei aller Zuversicht und Abwägung weiß indessen auch Hünfelds Coach: „Wir brauchen eine Top-Leistung.“ Personell sieht‘s ganz gut aus. Außer den Langzeitverletzten Jonas Simon und Dennis Müller, der noch nicht ganz so weit ist, fehlt der angeschlagene Jan-Niklas Herr.

Die einen wollen ins Pokal-Halbfinale, die anderen den Hessenliga-Zweiten schlagen – ein Besuch im Schauplatz Rhönkampfbahn lohnt sich. Auch dieses Mal. +++ rl


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