Hessische Bürgermeister erwägen den Klageweg gegen Suedlink

Neuenstein. In einem weiteren Treffen der Hessischen Bürgermeister auf Schloss Neuenstein, deren Anzahl auf Grund der alternativen Trassen die von der Fa. Tennet gebildet wurden, deutlich angestiegen ist wurde über die weitere Vorgehensweise diskutiert. Die Betroffenheit und Unsicherheit der Kommunen steigt von Tag zu Tag. Die Einflussnahme auf das Verfahren, so führt der Neuensteiner Bürgermeister Walter Glänzer aus, sinkt täglich. Wir rechnen mit der Antragsübersendung an die Bundesnetzagentur Anfang November. Da bisher alle Gespräche mehr oder weniger im Sande verliefen und im gleichen Zug die Planungen vorangetrieben werden, ohne die Belange der Menschen entlang geplanten Trassen zu berücksichtigen, bleibt den Kommunalen Vertretern keine andere Wahl als den Klageweg zu gehen, sagt Hartmut Spogat der Bürgermeister aus Fritzlar.

In dem Fritzlarer Stadtparlament sind die hierzu notwendigen Beschlüsse bereits gefasst worden. Dieser Meinung schlossen sich alle anwesenden Bürgermeister von Kalbach(Landkreis Fulda) bis Breuna (Landkreis Kassel) an. Man wird die Gremien der Kommunen unterrichten und um Unterstützung bei der Vorgehensweise bitten. Die Verbindung zu den Kreisen und Kommunen in Bayern und Niedersachsen ist hergestellt, hier wird man ähnlich vorgehen. Eine großräumige Zusammenarbeit wird angestrebt führt Hartmut Spogat weiter aus.

Zu dem Treffen waren auch Vertreter der Landkreise und die Landtagsabgeordneten eingeladen. Die Forderung der Bürgermeister, den Hessischen Landesraumordnungsplan dem von Niedersachsen anzupassen, damit ergänzend nicht mit unterschiedlichen Maßstäben gemessen wird, nahmen die Abgeordneten Torsten Warnecke (SPD) und Markus Meysner (CDU) mit auf den Weg nach Wiesbaden. Beide wollen ihre Fraktionen über die Sorgen und Nöte der Menschen entlang der Suedlink Trasse mit ihren gewaltigen Ausmaßen unterrichten. Wir brauchen schnelle und konkrete Hilfe, auch aus Wiesbaden, ist die einheitliche Forderung. Auch der geladene Vertreter des RP Kassel versprach, die Bürgermeister bei ihren Bemühungen für die Menschen und die Natur in der Region Nord- und Osthessen zu unterstützen. Wir wissen, dass das NABEG (Netzausbaubeschleunigungsgesetz) sich über fast alles hinweg setzt und den Kommunen, Regierungspräsidien und Ländern wenig Möglichkeiten zur Mitsprache lässt. Wir unterstützen mit unserem Vorgehen auch weiter alle Bürgerinitiativen, deren Mitgliederzahl täglich deutlich wächst. Der Weg auf Schloss Neuenstein hat sich gelohnt, war der einheitliche Tenor. Nur gemeinsam werden wir gehört werden und unsere Interessen für die Menschen umsetzen können. +++ fuldainfo

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3 Kommentare

  1. Dezentrale regionale Anlagen haben den Vorteil, dass sie nah am Verbraucher Strom und Wärme produzieren können. Das ergibt keine großen Verluste beim Transport und auch keinen Bedarf an Monstertrassen. Vor allem kann die Energie effizient z. B. durch Kraft-Wärme-Kopplungen genutzt werden . Es geht ja nicht nur um Stromerzeugung,sondern auch um die Nutzung der “Abfallwärme” für die Warmwasserversorgung und für die Heizung. Bei uns werden in neuen Baugebieten Blockheizkraftwerke geplant, die dann die Häuser mit Strom und Wärme versorgen. Das muss der erste Schritt sein bei einer Energiewende. Gas hat den Vorteil, dass es weniger schmutzig ist als Kohle und Öl und auch grundlastfähig ist. Auch die Geothermie ist noch ausbaufähig.
    Hessen braucht für Bayern und die Bayern seine Landschaft nicht mit HGÜ-Trassen verschandeln, das wollen wir auch nicht. Denn auch wir wollen unser Land monstertrassenfrei halten. Wir hoffen, dass unser MP Seehofer bis zum Schluss standhaft bei seinem Nein bleibt, weil er nur den bayerischen Interessen verpflichtet und nicht Tennet & co, EOn & co. Wenn er das macht hat er sich ein Denkmal in Bayern als “HGÜ-Trassentöter” verdient.

  2. Es gibt immer wieder schlaue Bürgermeister, vorausschauende Gemeinden, die sich dezentrale Versorgungssysteme ausdenken und ihre Gemeinwesen möglichst unabhängig machen. Zusätzlich schaffen sie noch Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung an Energieanlagen. So wird der Strom dezentral erzeugt, die Bürger haben alle etwas davon und die Umwelt wird geschont.
    Bei sowas ist natürlich kein Profit mehr für die vier großen Stromriesen drin. Insbesondere die CDU ist dafür verantwortlich, dass unsinnige Offshore Windanlagen gebaut werden, dass riesige Windparks im Norden entstehen und bürgernahe dezentrale Lösungen ausgebremst werden. Wer CDU wählt, kriegt Stromtrassen, wer CDU wählt, kriegt Riesenwindräder – auf diese einfachen Formeln lässt sich das alles reduzieren. Nun ist das Geschrei groß. Ich habe kein Mitleid mit CDU Wählern – das habt ihr euch alle mal schön hausgemacht.

  3. Bei uns kommt der Strom aus der Steckdose. Wir brauchen so etwas nicht. Am Ende wirkt sich das noch auf den Wert unseres Häuschens aus. Das geht ja gar nicht.

Demokratie braucht Teilhabe!