Hessen richtet zentrale Ansprechstelle gegen sexualisierte Deepfakes ein

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Bei der Pressekonferenz. Foto: Frank Zinn / HMdI

Die hessische Landesregierung hat neue Maßnahmen gegen sogenannte sexualisierte Deepfakes vorgestellt. Justizminister Christian Heinz und Innenminister Roman Poseck teilten am Donnerstag in Wiesbaden mit, dass die Polizei und Justiz ihre Kompetenzen im Kampf gegen diese digitale Gewaltform ausbauen werden.

Sie betonten, dass vor allem Frauen von der Verbreitung gefälschter, pornografischer oder sexualisierter Bild- und Videoinhalte betroffen seien. Das Hessische Landeskriminalamt (HLKA) richtet zum 1. April eine zentrale Ansprechstelle für Deepfakes ein. Diese soll die polizeiliche Bearbeitung bündeln und ein landesweites Lagebild erstellen.

Zudem will die Polizei interne Kompetenzen aufbauen, Software zur Erkennung der Fälschungen prüfen und den Opferschutz sowie Präventionsangebote stärken. Das Justizministerium plant bei der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) eine neue Einheit „Digitale Gewalt“ einzurichten.

Weitere Maßnahmen umfassen die Erweiterung der Funktion einer „Beauftragten für die Verfolgung von Straftaten mit frauenfeindlichem Hintergrund“ bei der Generalstaatsanwaltschaft und die Organisation eines Wissensaustauschs zwischen den Staatsanwaltschaften.

Justizminister Heinz unterstützt zudem die Forderung nach einer gesetzlichen Regelung zur Speicherung von IP-Adressen, um Täter besser identifizieren zu können. +++


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