Hausärzteverband will „bundeseinheitliches Bewertungssystem“

Corona12

Der Hausärzteverband hat enttäuscht auf die Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz reagiert und ein „bundeseinheitliches Bewertungssystem“ für die Beurteilung der Gefahrenlage durch die Pandemie gefordert. „Die Hinwendung zu mehr Faktoren als nur dem Inzidenzwert ist längst überfällig, bedarf aber dringend eines entsprechenden bundeseinheitlichen Bewertungssystems“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Ohne dies drohe weiterhin, dass entweder vor allem der Inzidenzwert herangezogen werde oder ein föderaler Flickenteppich aus Bewertungskriterien entstehe – das zeichne sich aktuell ja bei der geplanten Testpflicht ab, kritisierte der Hausärzte-Chef. Weigeldt betonte: „Das Wichtigste ist damit nicht erfolgt, obwohl mehr als genug Zeit war.“ Es sei enttäuschend, dass man sich stattdessen vor allem auf ein „Weiter so“ geeinigt habe.

Lauterbach fürchtet Superspreader-Events und will „2G“
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach gehen die Corona-Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz nicht weit genug. Der Mediziner plädierte dafür, Ungeimpfte von bestimmten Großereignissen auszuschließen – das sogenannte „2G“-Prinzip. „Ich hätte es besser gefunden, Großereignisse mit Hunderten Menschen in Clubs oder Hallen auf Genesene und Geimpfte zu begrenzen“, sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Denn es sind potenzielle Superspreader-Events.“ Lauterbach lobte, mit der Testpflicht in Innenräumen ab einer Inzidenz von 35 könne man „sehr gut arbeiten“. Das werde dazu führen, dass sich viele Leute doch für eine Impfung entscheiden, weil die Tests zu aufwendig seien. „Ich hätte die Grenze noch unter einer Inzidenz von 35 gesetzt“, fügte Lauterbach hinzu. +++


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