Göring-Eckardt: „Wir sind nicht das Anhängsel von irgendjemandem“

Katrin Göring-Eckardt
Katrin Göring-Eckardt (Grüne)

Berlin. Trotz des Umfragetiefs der Grünen zeigt sich die Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, selbstbewusst und ohne Zweifel am Spitzenpersonal. Diese seien von der Basis gewählt. Stattdessen betonte sie, sie wolle einen Kurs, der die Grünen unabhängig macht. „Wir sind nicht das Anhängsel von irgendjemandem“, sagte sie im „Bericht aus Berlin“. Selbstkritisch äußerte sich Göring-Eckardt zum Auftreten ihrer Partei. „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen“, sagte die Fraktionsvorsitzende.

Martin Schulz sei sicher ein Faktor, der die Grünen schwäche, aber es komme vor allem auf Geschlossenheit in der eigenen Partei an. „Es kommt darauf an, ob wir als Partei tatsächlich geschlossen für unsere Ziele kämpfen und klar ist, dass nur eine Stimme bei den Grünen eine ist, die nicht am Schluss in der Großen Koalition landet“, sagte sie weiter. Zu den Vorschlägen des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, die Agenda 2010 zu korrigieren, sagte Göring-Eckardt, Martin Schulz stehe in der Mitverantwortung: „Die Frage ist nur, ob man das jetzt nach dem Motto `Haltet den Dieb` macht“, so Göring-Eckart.

Immerhin seien fünf der sechs letzten Arbeitsminister SPD-Minister gewesen. Zudem warf sie der SPD vor, auch beim ALG I ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden zu sein: „Nicht die Leute noch weiter rausschieben, sondern die Förderung wieder gewährleisten. Auch die ist weiter abgesunken.“ +++


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2 Kommentare

  1. Leider haben die Grünen in ihrer jetzigen Form mit Vielfalt wenig und mit Einfalt viel zu tun. Von daher könnte ihnen ein Abrutschen unter die 5% helfen sich selbst zu finden und die ganzen Zecken loszuwerden, die sich nur an ihnen mästen und ihre ursprünglichen Ideen zu Grabe tragen, während sie die Hand aufhalten.

    Wenn sie vielleicht zurückfinden zu den revolutionären Ideen, wie Beschränkung auf 2 Jahre Amtszeit und anderes, wenn sie also die „Realos“, die nichts als ein Übernahmekommando der herrschenden Klasse unter dem Kommando von Fischer, dem alten Judas, waren, wieder los werden könnten, ja dann könnte man sie vielleicht wieder für wählbar halten und ihnen bescheinigen, dass sie zur notwendigen Vielfalt einer vitalen Gesellschaft gehören.

    Für die anderen Grünen haben wir schon die Bundeswehr und von der Leyen, wer braucht da noch mehr grün?

  2. Die Grünen sind weitgehend überflüssig, vor allem, seit dem sie sich an die Brust der marktgerechten CDU geworfen haben. Eine ehemals kämpferische Umweltpartei mit großen sozialen Ambitionen hat sich von den Menschen entfernt und das Soziale ist dieser Partei weitestgehend abhanden gekommen.

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