Geldfund im alten Haus brachte kein Glück

D mark
D-Mark

Ein Ehepaar aus Herbstein (Vogelsberg) dachte, es habe großes Glück. Beim Renovieren ihres alten Hauses fanden sie fast 400.000 D-Mark. Das Geld lag dort offenbar seit Jahrzehnten versteckt. Der Fund wirkte wie eine Szene aus einem Film. Die Freude hielt aber nicht lange an.

Statt das Geld zu melden, behielten sie es für sich. Deshalb mussten sie vor Gericht erscheinen und wurden wegen Unterschlagung verurteilt. Der Mann bekam eine Geldstrafe von 130 Tagessätzen à 70 Euro (9.100 Euro). Seine Frau musste 90 Tagessätze à 15 Euro (1.350 Euro) zahlen. Zusammen ergab das 10.450 Euro Strafe. Das Urteil ist noch nicht endgültig entschieden worden.

Aber warum durften sie den Fund nicht behalten? Laut Gericht hätten die Erben des verstorbenen Vorbesitzers Anspruch darauf gehabt, weil gekaufte Häuser nicht automatisch deren gesamten Inhalt umfassen, so der hr in seinem Bericht.

Der Fall wurde besonders interessant, als kurzzeitig vermutet wurde, das Geld könnte mit der Reemtsma-Entführung zusammenhängen – einem bekannten Kriminalfall in Deutschland. Ein Abgleich der Seriennummern zeigte aber keine Verbindung dazu auf, wodurch die Herkunft ungeklärt blieb.

Das Beispiel zeigt deutlich: Plötzlicher Reichtum bringt nicht immer Vorteile – vor allem dann nicht, wenn unklar ist, wem er eigentlich gehört. +++


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