Fast jeder zweite Deutsche fürchtet, in Zukunft finanziell schlecht abgesichert zu sein. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag eines Digitalversicherers, über welche die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach sagten 43 Prozent der Befragten, dass zu ihren größten Zukunftssorgen finanzielle Probleme oder Altersarmut gehören. Noch häufiger fürchteten Bürger lediglich gesundheitliche Probleme oder Krankheit. Allerdings plant laut Umfrage nur jeder Vierte, sich in den kommenden Monaten mit seiner finanziellen Absicherung auseinandersetzen. Am ehesten wollen sich noch die Jüngeren 2022 mit ihrer Altersvorsorge beschäftigen: In der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen sind es immerhin 40 Prozent, gefolgt von den 18- bis 24-Jährigen mit 38 Prozent. Fast jeder vierte Befragte gibt hingegen an, sich die Vorsorge für das Alter derzeit nicht leisten zu können. Etwa jeder Dritte meint, schon alles zu haben, was er später für sein Rentenalter benötigt. Für die Erhebung wurden zwischen dem 15. und 17. Dezember 2.069 Menschen nach ihren drei größten Zukunftssorgen befragt. +++
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1 Kommentar
Die Sorge um die Altersarmut ist berechtigt. Späte Eintritte in den Beruf mit sozialversicherungsrechtlicher Absicherung, häufige Brüche in der Berufsbiografie mit Arbeitsunterbrechungen usw. führen insgesamt zu einem anderen Lebenslauf und der damit verbundenen Brüche bei den Einzahlungen in die Rentenkasse. Dazu kommen ständige politische Eingriffe in das System der gesetzlichen Rentenversicherung und dies nicht etwa mit dem Ziel, die Alterssicherung besser zu gestalten, sondern mit dem Ziel, die Lohnkosten der Unternehmen nicht zu belasten.
Es wäre aber ein Leichtes, den auf uns zukommenden Demografie-Buckel zu bewältigen, wenn vorübergehend ein etwas höherer Beitrag zur Rentenkasse eingenommen werden könnte. Dies wäre eine soziale Absicherung für die überwiegende Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung und würde den arbeitenden Menschen weniger kosten, als die Finanzierung einer eigenen "kapitalgedeckten" Absicherung. Leider wird dies aber die Unternehmer-Lobby zu verhindert wissen und bei der neuen Regierung wohl auch auf offene Ohren treffen.
Die Sorge um die Altersarmut ist berechtigt. Späte Eintritte in den Beruf mit sozialversicherungsrechtlicher Absicherung, häufige Brüche in der Berufsbiografie mit Arbeitsunterbrechungen usw. führen insgesamt zu einem anderen Lebenslauf und der damit verbundenen Brüche bei den Einzahlungen in die Rentenkasse. Dazu kommen ständige politische Eingriffe in das System der gesetzlichen Rentenversicherung und dies nicht etwa mit dem Ziel, die Alterssicherung besser zu gestalten, sondern mit dem Ziel, die Lohnkosten der Unternehmen nicht zu belasten.
Es wäre aber ein Leichtes, den auf uns zukommenden Demografie-Buckel zu bewältigen, wenn vorübergehend ein etwas höherer Beitrag zur Rentenkasse eingenommen werden könnte. Dies wäre eine soziale Absicherung für die überwiegende Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung und würde den arbeitenden Menschen weniger kosten, als die Finanzierung einer eigenen "kapitalgedeckten" Absicherung. Leider wird dies aber die Unternehmer-Lobby zu verhindert wissen und bei der neuen Regierung wohl auch auf offene Ohren treffen.