Familienunternehmen im Landkreis Fulda: Natursteinwerk Max Böse in Großenlüder

Auf der Suche nach dem besonderen Stein

Das Beratungsteam um Firmeninhaber Susanne und Heinz Böse hat langjährige Erfahrung und zeigt Kunden in den Grabmal-Zentren die Vielfalt der Steinmetzkunst. Bild: Privat

Großenlüder. Ob im Zelt unter Lapplands Himmel oder neben einem Steinbruch in Indien: Heinz Böse reist liebend gern um den Erdball – und das kommt auch seinen Kunden zugute. Denn der Inhaber des Natursteinwerks Max Böse ist so immer wieder auf der Suche nach dem außergewöhnlichen Rohstoff, der dann in dem Großenlüderer Unternehmen zu einem individuellen Grab- oder Gedenkstein wird.

„Dafür muss man eben auch mal in entlegene Winkel der Welt fahren – etwa in Norwegens hohen Norden“, schwärmt Heinz Böse und fügt an: „Das ist einer der Gründe, warum mir mein Beruf so viel Freude macht.“ Und der Geschäftsmann, der gemeinsam mit seiner Frau Susanne das Familienunternehmen Max Böse führt, ist überzeugt: „Man sollte nur den Beruf ausüben, an dem man Freude hat.“ So sei sein eigener Einstieg in die Firma, die seine Eltern Max und Emilie Böse 1964 gegründet hatten, keine lästige Familienpflicht, sondern tatsächlich eine Entscheidung aus Interesse gewesen. Wie seine beiden Brüder hat er Steinmetz gelernt, 1989 die Meisterschule abgeschlossen und ist seit 1990 im damals noch elterlichen Unternehmen aktiv. Zur Zeit der Gründergeneration war das Hauptgeschäft der Firma noch davon getragen, für Steinmetze im Umkreis das Rohmaterial zu schneiden, zu schleifen und für die Gestaltung nach Kundenwunsch vorzubereiten. Heute habe sich das grundlegend gewandelt: „Mit viel Herzblut kreieren wir in unserem Haus immer wieder innovative Ideen für Grab- und Gedenksteine und schaffen Trends – das sichert unseren Erfolg“, erklärt Susanne Böse und Heinz Böse fügt an: „Unser Ziel ist es, dass jeder Kunde bei uns die Grabgestaltung findet, die seinen individuellen Vorstellungen entspricht.“

Kunden nehmen – ähnlich wie der Firmeninhaber selbst – auf der Suche nach „ihrem“ Stein zum Teil weite Wege in Kauf und können sich in den Räumen von Böse einen Eindruck verschaffen, welche Möglichkeiten es gibt. Heinz und Susanne Böse haben 2012 mit den Grabmal-Zentren in Großenlüder und 2016 zusätzlich in der Nähe von Erfurt Innenausstellungen geschaffen, in denen Interessierte die breite Vielfalt der Steinmetzkunst betrachten können. „Da wir Branchenkontakte in die ganze Welt pflegen und selbst eine Firma in der Schweiz haben, die mein Bruder Rainer führt, bieten wir auch ein breiteres Spektrum als der einzelne Steinmetz vor Ort an“, erläutert der Geschäftsführer. Dennoch spiele die Kooperation mit den Handwerkern nach wie vor eine wichtige Rolle: Ein Netz aus Partnerbetrieben gewährleistet, dass die in Großenlüder oder Erfurt vom Kunden ausgewählten Steine auch auf dem jeweiligen Friedhof fachgerecht gesetzt werden.

Doch noch etwas finden die Kunden in Großenlüder oder Erfurt: „Unsere Mitarbeiter nehmen sich ausgiebig Zeit für eine sensible Beratung, darin haben sie große Erfahrung“, erzählt Susanne Böse. Denn viele aus dem insgesamt 45-köpfigen Team halten seit vielen Jahren dem Familienunternehmen die Treue. „Das liegt vielleicht daran, dass man die Arbeitsstelle nicht wechseln muss, um immer wieder neue berufliche Herausforderungen zu haben“, vermutet Heinz Böse und ergänzt: „Unsere Hierarchien sind flach und unsere Mitarbeiter haben viel Freiheit, aber auch viel Verantwortung.“ Im Gegenzug fühlt auch die Inhaberfamilie ihren Angestellten gegenüber eine besondere Verpflichtung: „Bei gemeinsamen Firmenfeiern wird einem immer wieder bewusst, wie viele Menschen insgesamt von unserem Erfolg abhängig sind“, sagt Susanne Böse. Und zu dieser Verantwortung gehört, dass die Nachfolge bereits geregelt ist – auch wenn bei Susanne und Heinz Böse noch lange nicht die Rede von Ruhestand ist: Mit Sohn Max hat die nächste Generation bereits Gefallen an der Arbeit mit dem besonderen Rohstoff Stein gefunden. +++

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