Fachkräfte gewinnen für die Region Fulda

Netzwerk der Hochschule Fulda feiert Kick-off der zweiten Förderphase

Unternehmen, die Einblicke und Orientierung auf dem Arbeitsmarkt gewähren. Durch die regionale Vernetzung sollen Fachkräfte langfristig gewonnen und in der Region gehalten werden. Finanziert wird das Projekt in den nächsten vier Jahren mit rund einer Million Euro durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK).

Hochschulpäsident Prof. Dr. Karim Khakzar erklärte in seinem Grußwort das Besondere an dem Programm: „Vielen Bewerber fehlt zunächst eine formale Zulassung zum Studium. Diese formale Hürde überbrückt das einjährige Programm Pre-College+.“ Denn mit Abschluss des Programms erwerben die Teilnehmer eine fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung für die Hochschule Fulda und können sich für einen passenden Studiengang bewerben. „Das Pre-College+ ist somit ein Studienkolleg, das auf das Studium in Fulda passgenau vorbereitet und darüber hinaus Kenntnisse zum deutschen Bildungssystem und Arbeitsmarkt vermittelt“, sagt der Präsident der Hochschule. „Dadurch erleichtern wir internationalen Talenten den Einstieg in unserer Region und wirken dem Fachkräftemangel entgegen“, sagt er.

Fuldaer Modell: Vorbereitung für Studium oder duale Ausbildung

Das Modell der Hochschule Fulda zeichnet sich dadurch aus, dass die Teilnehmenden nicht ausschließlich für den akademischen Bildungsweg vorbereitet werden, sondern bei Interesse und Eignung genauso gut eine klassische duale Ausbildung starten können. Damit zielt das Pre-College+ noch stärker auf die berufliche Orientierung sowie die Unterstützung von nachhaltigen Bildungswegen ab, um nicht nur Studienabbrüche zu verringern und den Studienerfolg zu steigern, sondern vor allem auch einen erfolgreichen Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen und Fachkräfte für Osthessen zu gewinnen. Dass Absolvent*innen des Pre-College+ nicht nur für ihr Studium, sondern auch für eine Berufsausbildung passgenau vorbereitet und qualifiziert werden, unterscheidet das Fuldaer Modell von Studienkollegs an anderen deutschen Hochschulen. Julia-Sophie Rothmann, Leiterin des International Office, ergänzt: „Das breite Angebot unterstützt die Teilnehmenden dabei, sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten und einzustimmen. Das ist die Basis, um frühzeitig ein berufliches Netzwerk vor Ort aufzubauen.“ Dazu tragen unter anderem Beratung und Kurse bei zu den Themen Berufsorientierung, Bewerbung, Bewerbungsschreiben, Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarkts und Bewerbungstraining sowie Praktika bei Unternehmen.

Ausbau von Partnerschaften mit Unternehmen und Einrichtungen der Region

Das Pre-College+ strebt Partnerschaften mit Unternehmen und Einrichtungen der Region an, die sich für Besichtigungen, Praktikumsplätze, Vorträge oder ähnliches bereiterklären. Diese Aktivitäten ermöglichen den internationalen Studierenden einen niedrigschwelligen Zugang zu regionalen Netzwerken, von denen die Teilnehmenden nicht nur im Praktikum profitieren, sondern auch im Hinblick auf eine spätere Ausbildung, duale Studiengänge und den Berufseinstieg. Innerhalb der nächsten vier Jahre soll das bisher aufgebaute Netzwerk zwischen Hochschule, Unternehmen und Einrichtungen der Region Fulda – unter anderem mit der IHK Fulda und der Region Fulda Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH – weiter ausgebaut und verstetigt werden. Mit dem Kick-off startet die zweite Förderphase, die im April begonnen hat. In der ersten Förderphase (2019 bis 2022) wurde in dem Vorgängerprojekt „Pre-College Fulda“ eine Vielzahl funktionierender Maßnahmen zur Studien- und Berufsvorbereitung inter-nationaler Studieninteressierter entwickelt. +++ pm