EU-Kommission drängt VW zu Entschädigungen für europäische Kunden

Die EU-Kommissarin äußerte sich verärgert

Brüssel. In der Dieselaffäre erhöht die EU-Kommission den Druck auf Volkswagen, auch europäischen Kunden Entschädigungen zu zahlen. “Ich glaube, das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen”, sagte die EU-Kommissarin für Justiz und Verbraucherschutz, Vera Jourová, dem “Handelsblatt”. “Wir beraten mit den nationalen Regierungen und Behörden sowie mit Verbraucherschutzorganisationen, wie sie helfen können, dass die Kunden ihre Ansprüche durchsetzen.”

Die Kommission selbst könne aber rechtlich keine Kompensationen für die Autobesitzer vorschreiben, betonte Jourová. Die EU-Kommissarin äußerte sich verärgert, dass VW-Kunden in den USA mehrere Tausend Dollar Entschädigung erhalten, während das Unternehmen den Betroffenen in Europa nur Reparaturen anbietet. “Ich bin auch frustriert, wenn ich mir anschaue, wie die amerikanischen Kunden behandelt werden und wie eingeschränkt die rechtlichen Möglichkeiten für Entschädigungen in der EU sind”, sagte die tschechische Politikerin. Sollten die Reparaturen der manipulierten Autos keinen Erfolg haben, “muss der Schaden entsprechend erstattet werden”, forderte Jourová.

“Das erwarte ich, und das habe ich den Verantwortlichen bei Volkswagen gesagt.” Die Kommissarin forderte als Konsequenz aus dem Diesel-Skandal Gesetzesänderungen innerhalb der EU. “Wir sollten prüfen, ob wir die Behörden, welche die Interessen der Verbraucher durchsetzen, stärken können”, sagte sie. “Auch über die Einführung von Sammelklagen sollten wir nachdenken.” Das solle zum einen jeder Mitgliedstaat für sich tun. “Wir prüfen aber auch, ob wir dazu auf EU-Ebene einen Vorstoß machen”, sagte Jourová. +++

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