Energiegenossenschaft Eichenzell stellt sich für weitere Projekte im Energiesektor auf

Günter Bury künftig Aufsichtsratsvorsitzender

Günter Bury

Eichenzell. Die Energiegenossenschaft Eichenzell hat auf Ihrer kürzlich stattgefundenen Mitgliederversammlung die Weichen für neue Projekte gestellt und Fachleute unterschiedlichster Richtungen in den Aufsichtsrat berufen. Gewählt wurden Dipl.-Ing. Günter Bury, Dr. Gunther Mertens, Klaus Schleicher und Dipl.-Ing. Rainer Vogel. In der an die Mitgliederversammlung anschließende Aufsichtsratssitzung wurde Günter Bury, der viele Jahre Vorstand der ÜWAG bzw. Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie war und seit fast 40 Jahren im Energiesektor tätig ist, zum Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

In seiner Vorstellung bekannte sich Günter Bury zur lokal geprägten Energiewende: „Mein Motto war schon immer „aus der Region – für die Region“, deshalb habe er bewundernd festgestellt, was die Energiegenossenschaft Eichenzell erreicht hat. Ohne Partner und nur mit Genossenschaftsmitgliedern eine Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbetrag zu stemmen, findet man nicht oft. Mir war klar, diese Energiegenossenschaft hat Potential für weitere Projekte und das verdient meine Unterstützung.“

Genau diese Projekte und Ideen stellte Lothar Jestädt vom Vorstand vor. So möchte die Energiegenossenschaft kurzfristig mit einem eigenen Stromprodukt auf den Markt kommen. Aber auch ein Speicherprojekt, bei dem sich viele Bürger mit Speichern für private PV Anlagen zu einem sogenannten „private Grid“ zusammenschließen und damit am Regelmarkt teilnehmen, ist langfristig ein Ziel. Ein Wunschprojekt der Energiegenossenschaft ist die Modernisierung und Privatisierung einer kommunalen Straßenbeleuchtung in Bürgerhand. „Wir wollen die erste Energiegenossenschaft sein, die mit einer Kommune die Straßenbeleuchtung privatisiert und auf neueste energiesparende Beleuchtung umrüstet. Dabei sollen die Kosten für die Kommune deutlich reduziert werden und das ohne einen finanziellen Aufwand der Kommune.“, so Lothar Jestädt.

Als weiterer Geschäftsführer für die WP Hofbieber GmbH, eine Tochtergesellschaft der Energiegenossenschaft mit Sitz in Hofbieber, wurde der Energiefachmann Stefan Froeb aus Hofbieber berufen, Dr. Gunther Mertens wurde zum Schriftführer des Aufsichtsrates benannt. Joachim Weber, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, bedanke sich bei den ausscheidenden Mitgliedern des Aufsichtsrates Dr. Marc Oeffner, Mathias Dente, Harald Ortmann und Manfred Belz für die engagierte Mitarbeit in den letzten Jahren und insbesondere in den letzten Monaten. +++

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14 Kommentare

  1. Fuldainfo war in der Vergangenheit bei Burys extremen Fehlverhalten ein sehr zuverlässiges Frühwarnsystem.
    Es besteht also höchste Gefahr, dass Energie-Genossen schnell zu Leindens-Genossen werden.
    Ob die Bürger ihre Genossenschaftsanteile angesichts der Gefahr auch schnell wieder verkaufen können, ist fraglich.

  2. Aufschlussreicher Hinweis von Anonymous, dass Bury jetzt wieder mit seinem ehemaligen ÜWAG Vertriebsleiter eng zusammenarbeiten soll, obwohl dieser während der ÜWAG Alleinvorstandszeit von Bury nach kurzer Zeit das Unternehmen wieder verlassen hat.
    Da kommen Zweifel auf, ob den Energiegenossen die Zusammenhänge bekannt sind und ob die Berufung eines lange bekennenden Windkraftverhinderer in der Region eine gute war.

    Die stille Abberufung von Burys langjährigen kaufmännischen Bereichsleiter direkt nach seinem Ausscheiden steht Burys unzähligen „Erfolgsmeldungen“ und Erklärungsversuchen klar entgegen.

  3. Offenbar hat Herr Bury inzwischen seine Schallplattensammlung erfolgreich sortiert und katalogisiert und langweilt sich nun. Da kommt der Job als Aufsichtsratvorsitzender der Energiegenossenschaft Eichenzell gerade wie gerufen.

    Ein Problem hat die Sache allerdings: es gibt dort keine Kantine, wo man einfache Mitarbeiter mal eben entlassen und 5 Minuten später wieder einstellen kann. Also Leute zu schikanieren, um Frust abzulassen, wird da etwas schwierig.

    Also lieber Herr Bury: kaufen sie sich einen großen Sandsack, hängen sie den in Ihr Büro (wo immer das jetzt auch ist) und prügeln sie bei Bedarf auf den ein. Das ist gesund und hilft, Überflüssiges loszuwerden. 😉

    Sie können auch gerne ein Foto von mir auf den Sandsack kleben!

  4. Für Laien klingt das so, als wolle Bury mit der Energiegenossenschaft in direkte Konkurrenz zur Rhön Energie eintreten. Ein eigenes Stromprodukt, Speicherprojekt, Privatisierung kommunaler Straßenbeleuchtung, usw..

    Könnte es sein, dass Bury nur nach einer neuen Gelegenheit sucht, um seine ehemaligen Aufsichtsräte Bernd Woide, Gerhard Möller und Heiko Wingenfeld weiter zu düpieren? Die hatten Bury nach bekannt werden seiner horrenden Verluste Schachmatt gesetzt und entsorgt. Politisch könnte das für Oberbürgermeister und Landrat dauerhaft sehr lästig werden.

  5. Nach der Aufdeckung des vollständigen Management-Versagens, dem verursachten Schaden für den Landkteis und seiner unrühmlichen Vertragsbeendigung wäre zu vermuten gewesen, daß er das Fuldaer Land längst verlassen hat. Daß er nun plötzlich im Kreis der Eichenzeller Energiegenossen auftaucht ist besonders erstaunlich. Glücklicherweise hat er dort aber keinen Zugriff mehr auf öffentliche Gelder!

  6. Unabhängig davon, ob Herr Bury für die Energiegenossenschaft Eichenzell einen Wert darstellt oder nicht stellt sich mir doch die Frage: Quo vadis Energie?

    Fakt ist doch, daß die alten Energiekonzerne seit Jahren in der Krise stecken und sich langsam auflösen. Man setzt weiterhin auf veraltete Atomkraftwerke und versucht mit allen Tricks, deren Laufzeiten zu verlängern, bis uns diese Dinosaurier eines Tages um die Ohren fliegen.

    Währenddessen kommt der Ausbau sog. “erneuerbarer” Energien ebenfalls seit Jahren nicht so richtig in die Hufe, da sich heraustellt, daß hier u.a. Milliardeninvestitionen in neue Leitungsnetze notwendig wären, die aber auch niemand vor der eigenen Haustür haben möchte.

    Also alles in allem werden und wurden in diesem Bereich schon immer eine Menge Fehler gemacht und viel Geld versenkt – nicht nur von Bury!

    Vielleicht ganz interessant könnte da auch ein Beitrag von arte TV sein, der sich mit der Geschichte der Atomenergie auseinandersetzt und nach Alternativen aus der Sicht der Atomforscher fragt. Der überall vorhandene Rohstoff Thorium und der von Alvin M. Weinberg erfundene Flüssigsalzreaktor könnten vielleicht eine Alternative sein, die seit Jahzehnten von der Atomlobby verschwiegen wird. Andere Länder wie z.Bsp. China forschen derzeit wieder daran.

    Den Beitrag von arte finden Sie hier:
    http://www.arte.tv/guide/de/050775-000-A/thorium-atomkraft-ohne-risiko?country=DE

    Sicher nicht der Weisheit letzter Schluss aber angesichts der vielen Unfälle mit Leichtwasserreaktoren der letzten Jahrzehnte doch zumindest bedenkenswert.

    Es gibt sicher viele, die dieses Konzept für nicht machbar halten. Aber das hat man einst von der Glühbirne oder von der Eisenbahn auch gedacht: schädlich, gefährlich, nicht machbar. Wo wären wir heute, wenn sich Bedenkenträger immer durchgesetzt hätten?

    Der Forschritt bedarf oft kühner mutiger Menschen, die mit Entschlossenheit und einem festen Willen sich denen entgegenstellen, die diesen Fortschritt aufhalten wollen.

    Was wir heute bräuchten wären Visionäre, die uns weiterbringen. Und nicht ängstliche Beamte und Bedenkenträger, die sich schon in die Hosen sch… wenn sich mal ein Möbelhaus erweitern will.

  7. Mich irritiert die fortgesetzte Überheblichkeit des gescheiterten ÜWAG-Mannes mit seiner Formulierung „… das verdient meine Unterstützung.“ Das klingt schon wieder genauso maßlos wie seine alten Pressemeldungen.
    Vor kurzem hat er noch seinen CDU-Aufsichtsräten Woide und Möller Kohlekraftwerke angepriesen. Jetzt wo seine Empfehlungen jährlich Millionenverluste machen und er selber entsorgt wurde, wechselt er die Gesinnung, geht zu den bürgerlichen Energiegenossen und macht einen auf Öko?
    Einfach nur peinlich!

  8. Herr Bury, ist jedenfalls ausgewiesener EnergieExperte mit guten Kontakten. Die jetzige Rhönenergie verschläft doch gerade die regionale Energiewende. Da ist es gut und wichtig, dass eben die Enetgiegenossen dies erfolgreich und mit deutlich erhöter Schlagkraft umsetzen. Bury hat durchsetzungskraft. Und dass auch ein “altes Schlachtschiff” sich innovativ und zukunftsgerichtet gibt, spricht für Herrn Bury.
    Auf zur Energiewende liebe Energiegenossen.

    • …da Geld, da für die regionale Energiewende notwendig wäre hat der EnergieExperte in seinem Größenwahn im Ruhrgebiet und in der Nordsee versenkt. Bekanntlich kann man Geld nur einmal ausgeben.

  9. Es erscheint unglaubwürdig, wenn Bury äußert:
    „Mein Motto war schon immer „aus der Region – für die Region“.”
    Bekanntlich ist er dafür verantwortlich, dass die ÜWAG das Geld der Region auf nimmer Wiedersehen in den Ruhrpott geschafft hat und mit diesen Kraftwerken auch in der Zukunft weiter Millionenverluste verursacht.
    Genauso ist in Erinnerung, dass er das Geld der Bürger mit Offshore-Windmühlen in der Nordsee versenkt hat. Kostenexplosion von 500 Mio auf eine Milliarde Euro oder so?

  10. Vorsicht Genossen!
    Bury hat als Vorstand der ÜWAG jede Menge Geld mit Kraftwerksbeteiligungen in den Sand gesetzt.
    Jetzt ist Euer Geld dran.
    Der Größenwahn des Herrn Bury belastet die RhönEnergie die nächsten Jahre ganz erheblich.
    Trotzdem kassiert Herr Bury jeden Monat von der RhönEnergie eine fürstliche Pension.
    Der Gipfel ist, dass er jetzt sogar mit einem eigenen Stromprodukt seinem Brötchengeber Konkurrez machen möchte.
    Möchte er hiermit vielleicht eine offene Rechnung begleichen?
    Und das auf Kosten der Genossen?
    Vorsicht Genossen, seid wachsam, sonst werdet Ihr auch ein Opfer des Herrn Bury und seines ehemaligen Vertriebsleiters.

  11. Als abgelöster Alleinvorstand der Üwag hat er unsere öffentlichen Gelder in hochriskante gigantische Kohle-Kraftwerksbeteiligungen gesteckt.

    Die Folge sind unabsehbare riesige Millionenverluste für die Allgemeinheit!

    Wie passt diese Gesinnung zur einer privaten Energiegenossenschaft, deren Ziel der Ausbau erneuerbarer Energie in der Region ist?

    • Eigentlich habe ich gedacht das Bury endlich “weg” ist.
      Bury bleib in Rente und lass endlich alle Menschen mit den Machenschaften in Ruhe.

Demokratie braucht Teilhabe!