Dobrindt ruft Air-Berlin-Piloten zu Rückkehr an Arbeitsplatz auf

Mehr als 100 Flüge fielen aus

Berlin. Angesichts der massenhaften Krankmeldungen bei Air Berlin hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) eine Rückkehr der Piloten an den Arbeitsplatz gefordert. “Die Insolvenz von Air Berlin ist eine große Belastung für alle Mitarbeiter, vor allem auch wegen der Unsicherheiten bezüglich der Entwicklung der Arbeitsplätze”, sagte Dobrindt der “Bild”. “Aber gerade deswegen ist es wichtig den Flugbetrieb jetzt bestmöglich aufrecht zu erhalten und nicht die Kunden in Mitleidenschaft zu ziehen.” Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) forderte in der “Bild” den Zusammenhalt von Belegschaft und Unternehmen. “Ich wünsche mir, dass alle Beteiligten an den Gesprächen um die Zukunft von Air Berlin die Nerven behalten und versuchen, das Beste für die Beschäftigten zu erreichen”, sagte Zypries. Am Dienstag hatten sich etwa 200 der insgesamt 1.500 Air-Berlin-Piloten krank gemeldet, mehr als 100 Flüge fielen aus. Die Airline bezeichnete dies als “existenzbedrohend”. “Der heutige Tag kostet uns mehrere Millionen Euro”, sagte Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann am Dienstag. +++

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Zieherser Hof

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1 Kommentar

  1. Und unsere Heimatzeitung kommentiert, die Piloten sollten gefälligst auf einen Teil ihres Gehaltes verzichten, damit die Abwicklung schneller vorangeht. Gehälter und Löhne runter – Gewinne rauf: die alte Leier der neolibaralen Schwätzer. Sonst fällt ihnen nichts mehr ein. Das hat nichts damit zu tun, dass die Piloten recht gut verdienen – ihre Kollegen von der Lufthansa aber noch mehr. Sondern es geht hier um die grundsätzliche Einstellung zu denjenigen Menschen, die mit ihrer Arbeit das System am Laufen halten.

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