Die Frage, wer neuer Oberbürgermeister von Fulda wird, ist schnell beantwortet

Fulda Panorama

Fulda. Im März findet in Fulda die Oberbürgermeisterwahl statt. Immerhin ist es diesmal auch eine Wahl, denn es treten drei Kandidaten gegeneinander an. So weit, so gut, aber ist es wirklich eine richtige Wahl? Der CDU-Kandidat Heiko Wingenfeld ist schon mit Unternehmensbesichtigungen und Hausbesuchen in den Wahlkampf gestartet, von den beiden anderen sind noch keine großen Aktivitäten erkennbar – und die heimische selbsternannte NR. 1 fragt, wer neuer Oberbürgermeister von Fulda wird. Wir fragen uns, ist es trotz drei Kandidaten eine richtige Wahl? fuldainfo meint nein.

Mit Blick auf die Wahlversammlung des Grünen Stadtverbandes, an der von den Grünen ihr Kandidat Ralf Zwengel gekürt wurde, sagte Ernst Sporer: „Sehen wir es realistisch, wir können die OB-Wahl nicht gewinnen, aber es reicht uns schon, dass wir vor der SPD landen.“ Ob diese Annahme berechtigt ist oder nicht: Das ist einfach zu wenig an Motivation für einen OB-Wahlkampf. Und für diese SPD tritt die Bundestagsabgeordnete Birgit Kömpel an. War doch Frau Kömpel in den „E-Mail-Skandal“ der „Nr. 1“ verwickelt, an den sich sicherlich noch jeder Fuldaer Bürger erinnert. Die Frage, wer neuer Oberbürgermeister von Fulda wird, ist also schnell beantwortet. Nahezu sicher, bleibt alles beim Alten. Der CDU-Kandidat wird in die Fußstapfen des Amtsinhabers Gerhard Möller treten. Ein Programm braucht es dazu nicht. Es reichen schon Floskeln und schöne Fotos auf der Homepage von HW.

Die kleine Chance, dass sich in Fulda etwas ändert, haben sich die Oppositionsparteien selbst genommen. Erstens hätte man die Kandidaten viel früher nominieren müssen und zweitens wäre ein parteiloser Kandidat, der von allen unterstützt wird, die bessere Alternative gewesen. Ein unzufriedener CDU-Wähler oder eine unzufriedene CDU-Wählerin – und davon gibt es in Fulda mehr, als es der CDU-Spitze in der Domstadt recht sein kann – wird seine Stimme auf keinen Fall einem Kandidaten oder einer Kandidatin mit Parteizugehörigkeit zu SPD oder den Grünen geben. Bei einem parteilosen Kandidaten könnte das durchaus anders aussehen. In einem sind sich die Oppositionsparteien in Fulda übrigens einig, Kandidaten oder Kandidatinnen stehen für den Posten des Oberbürgermeisters von Fulda nicht Schlange. +++ fuldainfo | kommentar von norbert hettler