Der Caritasverband für die Diözese Fulda e.V. hat den Startschuss für ein wichtiges Bauprojekt gegeben: In Maberzell entsteht ein Neubau für eine stationäre Wohngruppe des Jugendhilfeverbund St. Elisabeth. Mit dem Bau wird ein bestehendes Haus nach rund 50 Jahren Nutzung ersetzt.
Der Neubau umfasst rund 380 Quadratmeter Wohnfläche mit neun Zimmern, Gemeinschaftsbereichen, Küche sowie Räumen für Personal und Hausaufgabenbetreuung. Das Gebäude wird modernen pädagogischen Anforderungen gerecht und setzt zugleich Maßstäbe in ökologischer und energetischer Bauweise. Auch das großzügige, naturnah gestaltete Außengelände bietet vielfältige Möglichkeiten für Bewegung und Entwicklung. Die Baukosten belaufen sich auf etwa 1,465 Millionen Euro und werden überwiegend über Kapitalmarktmittel finanziert. Der Baubeginn ist für Ende März 2026 vorgesehen, die Bauzeit beträgt rund 15 Monate.
Im Rahmen des Spatenstichs betonten die Verantwortlichen die Bedeutung des Projekts. Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch erklärte: „Unser Ziel ist es, jungen Menschen ein echtes Zuhause zu schaffen. Eine zukunftsweisende Form der stationären Jugendhilfe, die ein sicheres und unterstützendes Umfeld bietet.“ Finanzvorstand Ansgar Erb ergänzte: „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Wenn ein Aufwachsen im Elternhaus nicht möglich ist, müssen wir ihnen hier die bestmöglichen Bedingungen bieten.“
Unter anderem Vertreter von Stadt, Landkreis und Jugendamt waren zum Spatenstich gekommen und sprachen der Caritas Anerkennung für diese wichtige Arbeit aus. Fuldas Bürgermeister Dag Wehner betonte, dass ein solches Projekt angesichts steigender Baukosten keine Selbstverständlichkeit sei. Er zeigte sich dankbar für das Engagement der Caritas und hob die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Stadt und Träger hervor. Für die betreuten Kinder eröffne die Einrichtung neue Chancen und Perspektiven.
Prälat Christof Steinert, Aufsichtsratsvorsitzender der Caritas, unterstrich zudem die gemeinschaftliche Verantwortung: „Eine solche Aufgabe ist nur gemeinsam zu bewältigen. Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen – Das ist das diesjährige Motto der Caritas. Passender geht es kaum. Damit junge Menschen, die nicht mit ihren Eltern zusammenleben können, in guten, bestenfalls noch besseren Bedingungen aufwachsen können.“ Mit dem Neubau setzt die Caritas ein starkes Zeichen für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe in der Region. +++ pm

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