Die Teilnehmer der diesjährigen Dialogreise von Caritas international sammelten zahlreiche Eindrücke, als sie Uganda besuchten. Die Reise zielte darauf ab, die vielfältige Arbeit der Caritas im Land bekannter zu machen und Unterstützung für die Projekte vor Ort zu gewinnen.
Besuch im Norden Ugandas: Begegnungen und Erkenntnisse
Caritas international lädt jährlich Multiplikatoren der deutschen Caritas ein, um lokale Projekte zu besuchen und den Austausch mit den Akteuren vor Ort zu fördern. Zu den Teilnehmern gehören Geschäftsführer, Vorstände und leitende Angestellte. In diesem Jahr führte die Reise nach Gulu im Norden Ugandas, wo die Caritas seit den 1990er Jahren aktiv ist. Die Zusammenarbeit begann während des Bürgerkriegs, der durch den Einsatz von Kindersoldaten bekannt wurde. Heute konzentriert sich die Arbeit der Caritas Gulu auf die Überwindung der Folgen von Gewalt und die Förderung nachhaltiger gesellschaftlicher Veränderungen.
Schutz und Stärkung von Frauen und Kindern
Ein Schwerpunkt der Caritas-Arbeit in Gulu liegt in der Stärkung von Frauen und Kindern in ländlichen Gemeinschaften. Pädagogische und juristische Unterstützung schützt die Betroffenen vor Gewalt. Lokale Komitees arbeiten an der Aufarbeitung von Konflikten innerhalb der Gemeinschaften. Auch Männer werden einbezogen. „Rollenmodell-Männer“, die sich durch Gewaltverzicht und verantwortungsvolle Erziehung auszeichnen, dienen als Vorbilder und Berater.
Hilfe für Flüchtlinge aus Krisenregionen
Uganda zählt zu den wichtigsten Aufnahmeländern für Flüchtlinge aus instabilen Nachbarstaaten wie dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo. Flüchtlinge erhalten Zugang zu kleinen Landparzellen für die Selbstversorgung. Die Caritas Gulu bietet Schulungen in Landwirtschaft, Tierhaltung und Kurzberufsausbildungen. Diese helfen Jugendlichen, Perspektiven zu entwickeln. Viele Absolventen dieser Programme haben sich erfolgreich selbstständig gemacht und tragen zur wirtschaftlichen Stabilität ihrer Gemeinschaft bei.
Friedensarbeit in Flüchtlingssiedlungen
Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit ist die Friedensstiftung. Konflikte, die Flüchtlinge aus ihren Herkunftsländern mitbringen, werden in den Siedlungen bearbeitet. Friedensstifter, häufig Frauen, identifizieren und lösen Spannungen. Diese Anstrengungen fördern ein friedliches Zusammenleben zwischen Flüchtlingen und der einheimischen Bevölkerung.
Unterstützung bei seltenen Krankheiten
Die Betreuung von Familien mit Kindern, die an der seltenen Nick-Krankheit leiden, gehört ebenfalls zum Engagement der Caritas Gulu. Diese Krankheit, die nur in wenigen afrikanischen Regionen vorkommt, stellt die Familien vor große Herausforderungen. Die Caritas bietet Unterstützung und Selbsthilfestrukturen, damit die Betroffenen nicht allein gelassen werden.
Große Anerkennung für die Arbeit der Caritas Gulu
Die deutsche Reisegruppe, darunter Dr. Oliver Müller, Leiter von Caritas international, zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der Caritas Gulu. Die Projekte bieten nicht nur direkte Hilfe, sondern tragen zur gesellschaftlichen Stabilisierung in der konfliktreichen Region bei.
„Die Zusammenarbeit mit der Caritas Gulu sollte unbedingt fortgesetzt werden“, waren sich die Teilnehmer einig. Die Projekte der Caritas Gulu sind ein Hoffnungsschimmer für viele Menschen und ein wichtiger Beitrag zur Stabilisierung Ugandas.
Die geschilderte Caritas-Projekte können durch Spenden unterstützt werden, wenn das Spendenziel Uganda „CY01774“ angegeben ist, Die Bankverbindung lautet Spendenkonto Caritas international bei der SozialBank, IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02, BIC: BFSWDE33XXX. Auch Online-Spenden ist möglich. Dazu kann man auf www.caritas-international.de einfach Hilfe weltweit/Uganda anklicken und dann das Spendenmodul nutzen. +++

Hinterlasse jetzt einen Kommentar