Die Bundesnetzagentur hat die endgültigen Vergabebedingungen und Auktionsregeln für die 5G-Frequenzauktion beschlossen. "Unsere Entscheidung schafft wichtige Voraussetzungen für die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, am Montag. "Durch die Vergabe der Frequenzen schaffen wir Planungs- und Investitionssicherheit und tragen zu einem schnellen und bedarfsgerechten Ausbau der Mobilfunknetze in Deutschland bei." Mit der Bekanntgabe der Vergaberegeln wurde das Zulassungsverfahren zur Versteigerung der Frequenzen eröffnet. Die Vergabebedingungen umfassen unter anderem Auflagen zur besseren Versorgung sowohl in der Stadt als auch auf dem Land sowie entlang der Verkehrswege. So sollen die Netzbetreiber zum Beispiel bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland, alle Bundesautobahnen, die wichtigsten Bundesstraßen sowie die Schienenwege mit mehr als 2.000 Fahrgästen mit min destens 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen. Bis Ende 2024 sollen alle übrigen Bundesstraßen folgen. Zudem sollen bis Ende 2024 alle Landes- und Staatsstraßen, die Seehäfen sowie das Kernnetz der Wasserstraßen im Binnenbereich und alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s versorgt werden. Eine rechtliche Verpflichtung für das sogenannte nationale Roaming soll es für die Netzbetreiber nicht geben. Den Betreibern soll lediglich ein "Verhandlungsgebot zu Kooperationen" auferlegt werden. +++

Statt immer wieder neue Mobilfunkstandards zu erfinden und dann den Betreibern mit irren Versteigerungen das Geld aus der Tasche zu ziehen sollte sich die Bundesregierung eher darum bemühen, die derzeitigen Standards UMTS und LTE tatsächlich flächendeckend mit den höchstmöglichen Geschwindigkeiten auszubauen.
Wenn selbst in einer Stadt wie Fulda Anbieter wie O2 und deren Subanbieter nur magere 5 Mbit in der Stadt und auf dem Lande teils überhaupt nix anbieten können, dann frag ich mich, was da in den letzten Jahren alles schief gelaufen ist, als Politiker immer wieder hervorgehoben haben, dass alles besser werden würde. HAHAHA!
Und nun schämt sich ein Herr Altmaier, dass das Mobilnetz in Deutschland so schlecht ist und er im Auto immer wieder Verbindungsabbrüche hat, so dass er seinem Büro die Anweisung gegeben hat: keine Telefonate ausländischer Politiker, während er unterwegs sei.
Nur warum es immer noch überall in Deutschland solche Funklöcher gibt; darüber schweigt der Herr Minister gerne. Wenn nämlich in den vergangenen Jahren immer wieder Bürgerinitiativen sinnvolle Standorte für neue Funkmasten verhindert haben, weil die Landbevölkerung wohl geglaubt hat, die "Strahlen" würden Kopfschmerzen oder Impotenz verursachen, dann können eben nicht mehr Masten aufgestellt werden. Und der Herr Minister hätte es in der Hand, solche unsinnigen Widerstände per Gesetz zu verbieten. Es sei denn, das alles ist doch nicht so wichtig. Zumindest in der Rhön, wo die Schafe auch weiterhin auch ohne Handynetz fressen und scheißen. ;-)