Bund gab 2021 bisher 88 Millionen Euro für Corona-Aufklärung aus

Mehr als 30 Millionen Deutschen nutzen "Luca"-App

Zwischen Januar und August dieses Jahres gab die Bundesregierung mehr als 88 Millionen Euro für Informations- und Aufklärungsarbeit im Rahmen ihrer Corona-Kampagne aus. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der „Welt am Sonntag“ mit. Das Budget umfasste zum Beispiel auch Werbung für Hygienemaßnahmen, der Fokus lag zuletzt jedoch auf der Schutzimpfung. Das meiste Geld, rund 36,3 Millionen Euro, floss in Zeitungs- und Zeitschriftenanzeigen, ein ähnlich hoher Betrag wurde in Außen- und Bandenwerbung gesteckt. Dahinter rangieren die Ausgaben für TV-Spots mit rund 13,4 Millionen Euro. Die Summen für die Kommunikation im Internet fielen hingegen deutlich geringer aus. Knapp zwei Millionen Euro gab die Regierung für Kampagnen in sozialen Medien aus, eine knappe Million für Onlinewerbung. Allein die Werbung für die derzeit laufende Impfaktionswoche kostete rund 5,7 Millionen Euro.

Mehr als 30 Millionen Deutschen nutzen „Luca“-App

Nach Angaben des Entwicklers „Nexenio“ haben sich zum Stand Mitte September mehr als 30 Millionen Bürger bei der „Luca“-App registriert. „Das entspricht etwa der Zahl der aktiven Facebook-Konten in Deutschland“, sagte „Luca“-Entwickler Patrick Hennig der „Welt am Sonntag“. Seit dem 1. März ist „Luca“ unter den Top 3 der täglich am meisten heruntergeladene Apps in Deutschland sowohl über Apples App Store als auch bei Android im Playstore. Zu den 30 Millionen Nutzern kommen 350.000 an Luca angeschlossene Betriebe hinzu, täglich würden es in etwa 2000 mehr, so Hennig. Zuletzt hatte es immer wieder Kritik an Luca und Zweifel am Nutzen der App gegeben. So setzen viele Gesundheitsämter die App gar nicht zur Kontaktverfolgung ein. Insgesamt wurden zwischen Anfang Juni und Mitte September laut Patrick Hennig jedoch 2.185 Anfragen an Standorte geschickt, 168.841 Kontaktpersonen wurden vor einem Infektionsrisiko gewarnt. +++

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