Die Spendeneinnahmen aus dem diesjährigen Benefizkonzert des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier gehen an 20 Projekte der Caritas zur medizinischen Versorgung von wohnungslosen Menschen. Das Konzert ist bereits ausverkauft und findet am kommenden Sonntag, 27. Februar, in der Hamburger Elbphilharmonie statt.
„Der Bundespräsident hat in diesem Jahr einen Spendenzweck ausgewählt, der ihm persönlich und der Caritas ein Herzensanliegen ist“, so Caritas-Präsidentin Eva Maria Welskop-Deffaa. „Eine Arztpraxis oder eine Apotheke aufsuchen, wenn sie krank sind, ist für Menschen ohne festen Wohnsitz mit enormen Hürden verbunden. Gerade diejenigen, die über keinen Krankenversicherungsschutz verfügen, bleiben viel zu oft über Wochen unversorgt. Das Leben auf der Straße macht krank.“ Mit ihren vielfältigen Angeboten gesundheitlicher Versorgung für Wohnungslose schaffe die Caritas nicht nur Orte der medizinischen Behandlung, sondern Orte der Menschlichkeit, so die Präsidentin.
Die eine Hälfte des Spendenaufkommens geht an eine Hamburger Einrichtung, die Krankenstube für Obdachlose auf St. Pauli. Im ehemaligen Hafenkrankenhaus betreibt die Caritas dort eine stationäre Einrichtung mit 20 Betten für kranke obdachlose Frauen und Männer. Die Einrichtung ist rund um die Uhr geöffnet und die einzige ihrer Art in Hamburg.
Die andere Hälfte der Spendeneinnahmen im Zusammenhang mit dem Konzert des NDR-Elbphilharmonie-Orchesters wird unter 19 Caritas-Projekten bundesweit verteilt. Eines dieser 19 Projekte ist die kostenlose Verteilung von Hygiene- und Verbandsmaterial sowie nicht verschreibungspflichtiger Medikamente durch das Team des Franziskus-Hauses in Hanau, der ökumenischen Wohnungslosenhilfe in Trägerschaft der Caritas im Main-Kinzig-Kreis.
„Wir freuen uns, dass dieses wichtige Projekt für wohnungslose Menschen aus dem Bistum Fulda mit in die Auswahl der 20 durch das Benefizkonzert des Bundespräsidenten geförderten Hilfsprojekte gekommen ist“, betont der Fuldaer Diözesan-Caritasdirektor Dr. Markus Juch. „In Hanau wird wohnungslosen Menschen im Übrigen ganz umfassend Hilfe geboten – von der Ansprache auf der Straße durch Sozialarbeiter über eine Tagesstätte, eine Herberge für Kurzzeitübernachtungen, fundierte Fachberatung bis hin zu Übergangswohnheim und Betreutem Wohnen. Das hoch engagierte Team umfasst neben den Caritas-Profis auch viele Ehrenamtliche. Es ist ohne Frage eine Einrichtung, in der die Caritas – die Nächstenliebe – zum Wohle der wohnungslosen Menschen regelrecht gelebt wird!“
Das Thema „Gesundheit“ spielt im Rahmen der Betreuung durch das Franziskus-Haus eine wichtige Rolle: Ganz wesentlich dabei ist es auch, die Klientinnen und Klienten zu unterstützen, damit sie die nötigen Behandlungen erhalten. Auch auf die Wahrnehmung verordneter Anwendungen und die Sicherstellung von Medikation und Verbandswechsel haben die Mitarbeitenden der Einrichtung ein Auge. +++ pm

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