Bahnchef Lutz kündigt Sicherheitsoffensive an

Lutz kündigte zudem das Ende der klassischen Fahrkarte an

Berlin. Bahnchef Richard Lutz hat eine Sicherheitsoffensive bei der Bahn angekündigt. „Wir bauen die Videoüberwachung an unseren Bahnhöfen massiv aus“, sagte Lutz im Interview mit der „Bild am Sonntag“. „Bis Ende 2017 werden wir zusätzlich zu dem bereits geplanten Etat weitere zehn Millionen Euro investieren, um mehr als 1.000 Bahnhöfe mit 7.000 zusätzlichen Kameras auszustatten. 40 Bahnhöfe, darunter neun große in Berlin sowie die Hauptbahnhöfe von Düsseldorf, Essen, Hamburg und Dortmund, werden noch in diesem Jahr mit neuester Videotechnik ausgestattet oder modernisiert.“ Lutz kündigte zudem das Ende der klassischen Fahrkarte an: „Man wird in Zukunft kein Ticket mehr für die Bahn brauchen. Der Zug kann dann über das Handy eines Passagiers erkennen, dass er eingestiegen ist. Je nachdem, wo er aussteigt, wird die Fahrt automatisch abgerechnet werden.“ Die nötige WLAN-Infrastruktur existiere bereits, so Lutz. „Beim digitalen Ticketing sind wir noch im Versuchsstadium. Aber ich glaube, dass diese Entwicklung in den nächsten Jahren Stück für Stück kommen wird.“ +++